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Honda weiß, wo der Wurm drin ist

01. September 2007 - 10:27 Uhr

Chefingenieur Jacky Eeckelaert erläutert, warum er zuversichtlich ist, dass es im kommenden Jahr für die Japaner wieder deutlich besser laufen wird

Jacky Eeckelaert
Jacky Eeckelaert glaubt, dass man 2008 deutlich konkurrenzfähiger sein wird
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Zwar kann sich das Honda-Team auch in diesem Jahr gegen Saisonende steigern, aber der Sprung fiel in diesem Jahr bisher bei weitem nicht so groß aus wie in der vergangenen Saison, als man zum Schluss so viele Punkte einfahren konnte, wie kaum ein anderer Rennstall.

Nach 12 von 17 Saisonrennen liegt der japanischen Rennstall mit lediglich einem WM-Punkt auf dem enttäuschenden neunten Rang, lediglich die Scuderia Toro Rosso und das strauchelnde Spyker-Team liegen noch hinter dem japanischen Automobil-Riesen. Selbst Toyota, die eine ebenfalls enttäuschende Saison absolvieren, hat zwölfmal so viele WM-Zähler auf dem Konto.

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Kein Wunder also, dass man sich bei Honda längst dazu entschieden hat, sich auf das kommende Jahr zu konzentrieren - mit einer Ausnahme: "Alles, was wir am diesjährigen Auto ausprobieren können, das uns im Hinblick auf das kommende Jahr hilft, ist keine Zeitverschwendung", so Chefingenieur Jacky Eeckelaert im Interview mit 'autosport.com'.

Auch hinter den Kulissen wird fleißig an der Zukunft gearbeitet, so hat man von der Konkurrenz Aerodynamiker abwerben können. Zudem rüstete man technisch auf, was sich in diesem Jahr jedoch noch nicht ausbezahlt hat: "Alle verstehen ganz gut, dass es eine Wachstums-Explosion unserer Aerodynamik-Abteilung gegeben hat, da wir von einem auf zwei Windkanäle aufgerüstet haben, aber es gab nicht ausreichend Zeit, um dies alles ordentlich zu organisieren. Dafür haben wir natürlich bezahlt."

Wichtig sei es nun, dass man bei der Konzeption des neuen Autos den richtigen Kompromiss zwischen Mechanik und Aerodynamik trifft, den man in diesem Jahr nicht gefunden hatte: "Wenn du zu Beginn die falschen Entscheidungen triffst, dann fällt es viel schwerer, sie auszubügeln. Wenn die Aerodynamik-Jungs das eine und die Mechanik-Jungs das andere wollen, dann ist das nicht kompatibel zueinander. Dann muss man den besten Kompromiss finden."

Zufrieden können die Japaner einzig mit der internen Produktion von mechanischen Teilen und Verbundwerkstoffen sowie mit der Qualitätskontrolle sein, denn das Auto präsentiert sich in diesem Jahr ebenso recht zuverlässig wie das Getriebe ohne Zugkraftunterbrechung, das man im Vergleich zu anderen Teams bereits seit zwei Jahren im Einsatz hat.

"Wir wissen, was mit dem Auto nicht stimmt", zeigt sich der Belgier zuversichtlich, dass man kommendes Jahr wieder ein besseres Auto haben wird. "Dies betrifft den Aerodynamik-Bereich, die Jungs stimmen alle zu, dass dies jenes Gebiet ist, auf dem wir einen Rückstand haben." Das diesjährige Auto hätte mit dem Michelin-Reifen nicht jedoch mit dem Bridgestone-Reifen funktioniert.

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