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Heidfeld über den "Krieg der Sterne"
Nick Heidfeld relativiert die Spannungen zwischen den Silberpfeil-Fahrern und erklärt, wie er versucht, sein Team hinter sich zu bringen
(Motorsport-Total.com) - Nachdem es zwischendurch nach Harmonie bei McLaren-Mercedes ausgesehen hatte, kam es beim Grand Prix von Belgien zu einer Neuauflage des "Kriegs der Sterne", als Fernando Alonso Lewis Hamilton am Start frech abdrängte, was Hamilton nach dem Rennen sauer aufstoßen ließ: "Das war Absicht von Fernando", unterstellte er seinem Teamkollegen.
Tatsächlich sollte so etwas gerade zwischen zwei Fahrern im gleichen Auto eigentlich nicht passieren, andererseits zeigten die meisten Experten angesichts der spannenden WM-Situation Verständnis für Alonsos aggressive Fahrweise. Und auch Nick Heidfeld findet, dass der Zwischenfall überbewertet wurde: "Ich hätte es an Alonsos Stelle nicht anders gemacht, und an Lewis' Stelle hätte ich genauso gemeckert. Das ist doch ganz normal", winkte der Deutsche heute in Fuji ab.

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Funkstille zwischen Alonso und Dennis
Es liege eben in der Natur des Rennfahrers, dass man solche Zwischenfälle selbst nicht immer objektiv einschätzen kann, aber nachdem unterm Strich ohnehin bis auf ein paar gegenseitige Schuldzuweisungen nichts passiert ist, sollte man nicht aus einer Mücke einen Elefanten machen. Und dass im WM-Kampf gerade unter Teamkollegen die Emotionen mal mit einem durchgehen, ist ja auch nichts Außergewöhnliches.
Sehr wohl außergewöhnlich ist hingegen, dass zwischen Alonso und Teamchef Ron Dennis seit Ungarn Funkstille herrscht, von einem kurzen Kontakt beim Einchecken ins Hotel in Belgien einmal abgesehen. Dennis bezeichnete das Verhältnis zu seinem Doppelweltmeister im Rahmen des World-Council-Hearings als "sehr unterkühlt" und deklarierte diese Aussage im Nachsatz sogar noch als "Untertreibung".
Doch auch das sieht Heidfeld nicht so eng: "Der Teamchef ist nicht die wichtigste Person für einen Fahrer, das ist der Renningenieur. Mit dem sollte man sich schon gut verstehen", relativierte der BMW Sauber F1 Team Pilot. Auch er hatte schon mehrfach Auseinandersetzungen mit seinem Boss Mario Theissen: "Klar, das gab es schon öfter. Mit den meisten Teamchefs hat man mal kleine Meinungsverschiedenheiten."
Alonso zahlt Prämien aus eigener Tasche
Und dann ist da noch der Versuch von Alonso, der bei McLaren-Mercedes als nicht allzu beliebt gilt, die Mechaniker auf seine Seite zu ziehen, indem er ihnen pro Pole Position oder Sieg aus seiner eigenen Tasche eine Prämie von 1.000 US-Dollar versprochen hat. Das ist in der Form zwar ungewöhnlich, grundsätzlich gibt es aber ihn den meisten Teams Geschenke der Fahrer: "Ich gehe ab und zu mit meinem Team essen oder schenke ihnen auch einen Helm", sagte Heidfeld.
Grundsätzlich sei die menschliche Komponente in der Formel 1 aber zweitrangig, fügte er an: "Das Wichtigste ist, dass man schnell ist. Dann steht das Team hinter dir, denn das Team will ja auch gewinnen. Natürlich kann man das Team auch hinter sich bringen, indem man freundlich ist und sich gut mit allen versteht, aber das Entscheidende ist der Speed", gab "Quick Nick" abschließend zu Protokoll.










