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Hamilton nach ersten Trainings optimistisch

07. September 2007 - 19:41 Uhr

Lewis Hamilton glaubt, dass McLaren-Mercedes in Monza schneller ist als Ferrari, und lässt die Spionagediskussionen weiterhin nicht an sich heran

Lewis Hamilton
Glaubt an einen Sieg beim Grand Prix von Italien: Lewis Hamilton
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Lewis Hamilton belegte in den heutigen Freien Trainings in Monza die Positionen drei und zwei, war auf den gesamten Tag hochgerechnet nur um 0,232 Sekunden langsamer als sein Teamkollege Fernando Alonso. Auch im Vergleich zu den Ferraris sah es für McLaren-Mercedes nicht schlecht aus, weshalb er nun optimistisch auf den Rest des Wochenendes blickt.

"Beim Test waren wir schnell, also arbeiteten wir heute eher an den Longruns", erklärte Hamilton im Fahrerlager. "Im Qualifying sind wir sowieso gut, aber im Rennen haben die Ferraris manchmal einen Vorteil. Ich denke, da haben wir uns wieder gesteigert. Es haben natürlich alle einen Schritt gemacht, aber wir den größten, glaube ich. Ich denke, wir werden um den Sieg mitfahren - wenn wir nicht sogar schneller sind als Ferrari."

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Abstand am Vormittag kleiner als sonst

"Ich weiß, in welche Richtung wir gehen müssen."
Lewis Hamilton

Schon am Vormittag, in dem Ferrari meistens mit wenig Benzin im Tank unterwegs ist, sei der Rückstand "kleiner als sonst" gewesen, "und Fernando war am Nachmittag sehr, sehr schnell. Ich selbst änderte einiges, vielleicht in die falsche Richtung, aber ich weiß, in welche Richtung wir gehen müssen. Also bin ich optimistisch, denn unsere Longruns sehen sehr gut aus. Hoffen wir, dass es so bleibt, denn die Strecke verändert sich ja laufend."

In Sachen Weltmeisterschaft macht Hamilton einen entspannten Eindruck: "Ich glaube, den Druck haben die anderen, denn die müssen mehr arbeiten als ich, wenn sie es schaffen wollen. Aber es wird trotzdem schwierig. Ich nehme nichts als gegeben hin und arbeite genauso hart wie am Saisonbeginn, wenn nicht sogar noch härter. Daran werde ich auch nichts ändern", gab er mit einem selbstbewussten Lächeln zu Protokoll.

Selbst wenn es am Ende nicht klappen sollte, würde die Welt für ihn nicht untergehen: "Ich bin in der Formel 1, fahre für ein großartiges Team, führe in der Weltmeisterschaft - das muss ich genießen. Und ich muss einfach genauso weitermachen wie bisher. Das ist mein Plan", so der 22-Jährige, der vor ziemlich genau einem Jahr ausgerechnet in Monza den GP2-Titel im Duell mit Nelson Piquet jun. für sich entschieden hatte.

Spionage lässt Hamilton kalt

"Ich gewöhne mich daran..."
Lewis Hamilton

Die neuesten Entwicklungen in der Spionageaffäre lässt der McLaren-Mercedes-Pilot übrigens nicht an sich herankommen - schließlich richten sich die Anschuldigungen nicht gegen ihn, sondern eher gegen seine Teamkollegen Alonso und Pedro de la Rosa. Die sollen in E-Mails heikles Ferrari-Material ausgetauscht haben, das sie offenbar zuvor vom inzwischen suspendierten Chefdesigner Mike Coughlan erhalten hatten.

Hamilton lässt das kalt: "Ich gewöhne mich daran - es ist ja nicht das erste Mal in diesem Jahr, dass wir solche Probleme haben! Das Gute ist, dass das Team konzentriert bleibt, und auch Fernando und ich lassen uns davon nicht aus der Ruhe bringen. Wir treten hier in Monza an und haben eine gute Chance, an diesem Wochenende zu gewinnen. Ich habe ein sehr, sehr gutes Gefühl", gab der WM-Leader abschließend zu Protokoll.