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Gemischte Gefühle bei Renault

07. September 2007 - 18:38 Uhr

Während es für Giancarlo Fisichella eigener Aussage zu Folge überraschend gut lief, war Heikki Kovalainen mit seinem Tag nicht ganz so zufrieden

Giancarlo Fisichella
Giancarlo Fisichella überraschte sich mit seiner Zeit selbst
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Im königlichen Park von Monza erlebte das Renault-Team einen überaus geschäftigen Grand-Prix-Freitag, da die in der Vorwoche durchgeführten Testfahrten an gleicher Stelle durch Regen am dritten Tag gestört worden waren. Die Heimat des Großen Preis von Italien gilt aus Sicht der Motorentechniker als anspruchsvollster Formel-1-Lauf der gesamten Saison. Entsprechend nutzten alle Teams die beiden Freien Trainings-Sessions von heute - die nicht mit den Rennmotoren absolviert werden müssen - zur ausführlichen Vorbereitung.

Auch wenn Giancarlo Fisichella und Heikki Kovalainen bereits konkurrenzfähige Rundenzeiten vorlegten, so scheint die Konkurrenzdichte auf diesem Hochgeschwindigkeitskurs noch größer zu sein als üblich. Über das wahre Kräfteverhältnis wird erst das Qualifying am Samstag Auskunft geben. Mit 1,198 Sekunden Rückstand belegte Fisichella den dritten Rang, Kovalainen wurde mit 1,447 Sekunden Abstand Neunter.

"Heute lief es besser als gewöhnlich", so Fisichella, "deswegen blicke ich dem Grand Prix zuversichtlicher entgegen als den Rennen davor. Wir konnten unser Programm ohne weitere Zwischenfälle abspulen und machten dabei gute Fortschritte, was das Setup meines Renault R27 betrifft."

"Am Ende wies das Auto bereits eine sehr erfreuliche Balance auf. Aber das Qualifying morgen könnte eine sehr enge Entscheidung werden, denn die Abstände zwischen den einzelnen Fahrern scheinen hier in Monza noch knapper zu sein als sonst. Wie auch immer: Unseren Start in dieses Wochenende werte ich als gelungen."

"Mein Tag verlief nicht ganz so reibungslos wie jener von Giancarlo", so Kovalainen. "Das begann bereits damit, dass ich heute Morgen gleich auf meiner ersten Runde einen Reifen eckig gebremst habe, was mein Arbeitspensum ein wenig durcheinander brachte. Zudem stellte sich nicht jene Balance wieder ein, die wir in der vergangenen Woche für mein Auto herausgearbeitet hatten. Im Moment hadere ich noch ein wenig mit der Abstimmung, doch ich bin mir sicher, dass wir dieses Problem bis morgen lösen können."

"Der Renault R27 funktionierte ansonsten wie ein Uhrwerk, daher konnten wir auch die Unterschiede zwischen den beiden uns zur Verfügung stehenden Reifensorten analysieren - worin ja unsere hauptsächliche Aufgabe am Freitag besteht. Jetzt nutzen wir die Nacht, um alle Daten und Erkenntnisse genauestens zu analysieren. Ich bin gespannt, welche Fortschritte uns dabei gelingen - mein Vertrauen in unsere Ingenieure ist diesbezüglich wirklich groß. Am Samstag sieht die Welt für uns garantiert anders aus."

Chefingenieur Pat Symonds: "Der Regen, der in der vergangenen Woche unseren dritten Test-Tag ruiniert hat, sorgte dafür, dass heute etwas mehr Arbeit auf uns wartete. Angesichts der guten Rahmenbedingungen und der tadellosen Zuverlässigkeit unserer Renault R27 haben wir aber unser komplettes Programm abspulen können. Heikki Kovalainen wurde von einem Bremsplatten, den er sich gleich zu Beginn des ersten Freien Trainings eingehandelt hat, etwas aufgehalten. Wir konnten auf dieses Problem aber sofort reagieren. Vor dem morgigen Tag sind wir gut gerüstet."

Denis Chevrier, Leitender Motoren-Renningenieur: "Obwohl wir hier vor gut einer Woche noch ausführlich testen konnten, wartete heute mehr Arbeit als üblich auf uns. Rein technisch betrachtet widmeten wir uns noch intensiver als sonst der Feinabstimmung aller Motor-Parameter."

"Zugleich lag das Hauptaugenmerk darauf, möglichst viele Kilometer abzuspulen - Monza ist für die V8-Aggregate so anstrengend wie kein zweiter Kurs im Formel-1-Kalender, und der Freitag muss nicht mit den für das Rennen vorgesehenen Motoren bestritten werden."

"Logisch, dass alle Teams versuchen, den größten Teil der Abstimmungsarbeit auf die ersten beiden Freien Trainings zu verlegen. Dies ist uns ohne größere Zwischenfälle gelungen. Wir hoffen, dass unsere Motoren auch für den Rest des Wochenendes mit der gleichen Standfestigkeit und Zuverlässigkeit aufwarten."

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