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Ferrari-Ingenieure denken nicht an Konstrukteurs-WM

16. September 2007 - 20:20 Uhr

Ferrari ist Konstrukteursweltmeister 2007, aber die Ingenieure Stefano Domenicali und Rob Smedley können sich darüber nicht recht freuen

Stefano Domenicali und Kimi Räikkönen
Ferrari-Sportchef Stefano Domenicali mit Sieger Kimi Räikkönen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com/Premiere) - Nach dem FIA-Geschenk in Form der Strafe für McLaren-Mercedes sicherte sich Ferrari heute mit dem Doppelsieg durch Kimi Räikkönen und Felipe Massa in Spa-Francorchamps drei Rennen vor Schluss den Konstrukteurstitel in der Formel 1. Dieser wurde zwar gefeiert, aber angesichts der Umstände nur verhalten - und auch bei der Teamführung wollte kaum Freude aufkommen.

"Im Moment denken wir nur an dieses Rennen. Darüber freuen wir uns", antwortete Sportchef Stefano Domenicali auf die Frage nach der Freude über den WM-Titel. Und Massas Renningenieur Rob Smedley winkte ab: "Wir feiern nur, wenn wir beide Titel gewinnen." Aber er warf ein: "Der Titel ist eine großartige Belohnung für die Jungs, die die ganze Zeit hart gearbeitet haben, genau wie auch der Doppelsieg heute."

Domenicali freute sich vor allem über das Resultat, weil es nach der schweren Niederlage beim Heimrennen in Monza "genau die richtige Antwort" war, "denn Monza war einfach nicht unser Rennen. Viele haben uns nach Monza abgeschrieben. Es ist klasse, wieder vorne zu sein. So fahren wir weiter auch um die Fahrer-WM mit. Wir haben ein gutes Auto, gute Fahrer und ein gutes Team. Wir müssen nur hart arbeiten und uns auf die einzelnen Strecken optimal einstellen", sagte er.

Smedley bedauerte indes, dass sein Schützling nur Zweiter wurde: "Spa ist eine unglaublich schwierige Strecke, eine Fahrerstrecke. Kimi war im ersten Stint ein bisschen schneller, im Mittelstint waren sie gleich stark und zum Schluss war Felipe sogar schneller. Kimi stand auf Pole, das war die Vorentscheidung. Aber so ist der Rennsport. Felipe hat Punkte geholt. Kimi hat natürlich noch mehr geholt, aber beide sind näher an McLaren herangekommen. Wir geben nicht auf", so der Brite.

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