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FIA wartet auf Spionagebeweise gegen Renault

17. September 2007 - 18:46 Uhr

Auch Renault steht unter Verdacht, in der Formel 1 spioniert zu haben - Max Mosley wartet auf Beweise von McLaren-Mercedes-Teamchef Ron Dennis

Max Mosley und Flavio Briatore
FIA-Präsident Max Mosley (links) im Gespräch mit Flavio Briatore
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Kaum gibt es ein Urteil im Spionagefall um McLaren-Mercedes und Ferrari, schon droht der Formel 1 der nächste Skandal: Angeblich soll ein ehemaliger Silberpfeil-Mitarbeiter Informationen zu Renault mitgenommen haben, die sich zum Teil am aktuellen R27 wiederfinden. Beweise liegen aber noch nicht auf dem Tisch.

In Monza hatten sich Flavio Briatore und Ron Dennis erstmals darüber unterhalten. Gerüchten zufolge soll Briatore dabei eine Art Geständnis unterschrieben haben, weil die Beweislage erdrückend sei. Fest steht: Dennis hat den Vorfall bei der FIA angezeigt. Wenig später wurde bekannt, dass es sich bei dem fraglichen Ingenieur um Phil Mackereth handelt, dem unterstellt wird, drei Disketten mit Konstruktionsplänen illegal von McLaren-Mercedes zu Renault mitgenommen zu haben.


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"Wir haben die von McLaren versprochenen Details in diesem Fall noch nicht erhalten", erklärte FIA-Präsident Max Mosley nun gegenüber der 'BBC', "aber sobald wir sie bekommen, werden wir sie untersuchen. Wir haben ein Dossier von Renault vorliegen, das nicht sonderlich verurteilbar ist, aber andererseits würde man das ja auch nicht erwarten. Es geht um einen Mitarbeiter, der einige Floppy-Disks mitgenommen hat, aber wir müssen abwarten, was wir von McLaren hören."

Die FIA ermittelt momentan zwar noch nicht, aber es ist hinter den Kulissen offensichtlich bereits etwas im Gange: "Er (Dennis; Anm. d. Red.) hat mit Renaults Einverständnis Experten zu Renault geschickt, um sich ihr Computersystem anzusehen. Sobald ihm dieser Bericht vorliegt und etwas von Bedeutung enthalten ist, habe ich keinen Zweifel daran, dass er ihn uns schicken wird", gab Mosley zu Protokoll.

Briatore behauptet indes genau wie Dennis im ersten Spionagefall, von nichts gewusst zu haben. Außerdem erklärte er in Spa-Francorchamps, er werde bei der Untersuchung der FIA natürlich voll kooperieren: "Wir geben alle Informationen an den Verband weiter, zumindest dann, wenn wir etwas herausfinden. Und ich leite alle Fakten auch an McLaren weiter", so der Italiener im Rahmen der Pressekonferenz am Freitag.