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Ecclestone: Ein Jahr Pause für Alonso?

29. September 2007 - 05:30 Uhr

Bernie Ecclestone schließt eine Kollision in der WM-Entscheidung nicht aus und glaubt, dass Fernando Alonso 2008 ein Jahr Pause machen wird

Bernie Ecclestone
Bernie Ecclestone hätte nichts gegen einen kontroversen Ausgang der WM
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Obwohl alle rätseln, wo Fernando Alonso 2008 fahren wird, weil bei Ferrari kein Platz für ihn ist und Renault kein konkurrenzfähiges Paket anbieten kann, wirkt der Spanier selbst seit kurzem betont gelassen und ruhig. Eigentlich ist das nur so zu erklären, dass er schon weiß, wie seine Zukunft aussieht - mit einem Jahr Pause von der Formel 1!

Daran glaubt zumindest Bernie Ecclestone: "Ich habe gehört, dass die Möglichkeit besteht, dass er ein Jahr Pause macht und dann 2009 zu Ferrari geht. Ich glaube, dass er zu Ferrari wechseln will, weil Massa dort 2008 aufhören wird. Und Ron (Dennis; Anm. d. Red.) sagt vielleicht: 'Ich zahle dich weiter, aber du darfst für kein anderes Team fahren!' So machen sie es ja auch mit den Designern." Denn dass Alonso bei McLaren-Mercedes seinen Vertrag erfüllen wird, glaubt niemand mehr.

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Wer wird Alonsos Nachfolger?

"Ich würde mich für Rosberg entscheiden. Er spricht Deutsch, würde in jeder Hinsicht reinpassen."
Bernie Ecclestone

Damit kommen natürlich die Spekulationen ins Rollen, wer dem Doppelweltmeister bei den Silberpfeilen nachfolgen könnte. Auch diesbezüglich hat der Formel-1-Chef schon eine Idee: "Wenn Alonso geht, dann nehmen sie vielleicht Renaults Heikki Kovalainen oder Rosberg. Ich würde mich für Rosberg entscheiden. Er spricht Deutsch, würde in jeder Hinsicht reinpassen", so der Brite.

Was die WM-Entscheidung angeht, so kann er sich durchaus vorstellen, dass die Parallelen zwischen Alonso/Hamilton und Prost/Senna weitergehen werden, nämlich in Form einer Kollision wie 1989 in Suzuka: "Das würde eine Menge Aufmerksamkeit erregen, genau wie die 100-Millionen-Strafe. Stellt euch vor, wenn das in der letzten Runde des letzten Rennens passiert! Das wäre ein kontroverses Ende der Weltmeisterschaft", spekulierte Ecclestone.

Sonnenklar ist in seinen Augen auch, dass Alonso vor zwei Wochen in Spa-Francorchamps versucht hat, Hamilton am Start absichtlich abzuschießen: "Ich denke, er wollte ihn aus dem Weg räumen. Danach hat es zumindest ausgesehen, nicht wahr?" Ecclestone unterstützt damit seinen Landsmann Hamilton, der sich nach dem Rennen und auch an diesem Wochenende in Fuji bitterlich über seinen Teamkollegen beschwert hat.

Es gibt keinen unpassenden Weltmeister

"Es gibt keinen negativen Ausgang."
Bernie Ecclestone

Einen persönlichen Favoriten hat Ecclestone im WM-Kampf aber nicht: "Lewis ist gut für den Sport, er ist das 'New Kid on the Block'. Er kommt im ersten Jahr in die Formel 1 und ist so gut - wunderbar! Für Fernando wäre es eine weitere Weltmeisterschaft, eine dritte, was gut wäre. Und sollten Kimi Räikkönen oder Felipe Massa gewinnen, dann wäre es ein Triumph für Ferrari, was auch gut wäre. Es gibt keinen negativen Ausgang", teilte der 76-Jährige mit.

"Viel ist von den Umständen abhängig", gab Ecclestone zu Protokoll. "Wenn McLaren jetzt einmal Pech hat und Ferrari in die Gänge kommt, dann könnte es eine andere Weltmeisterschaft werden. Was, wenn es regnet? Was, wenn es genau anders kommt? Gut ist, dass wir darüber reden. Wenn Michael Schumacher noch hier wäre, dann würden wir sagen, er gewinnt das Rennen und fährt auf Pole Position. Aber so diskutieren alle."

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