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Silberpfeile dominieren im zweiten Freien Training

14. September 2007 - 15:31 Uhr

Fernando Alonso und Lewis Hamilton waren am Nachmittag in Belgien deutlich schneller als die Ferraris - Ralf Schumacher Sechster, Unfall von Adrian Sutil

Fernando Alonso
Fernando Alonso fuhr seine Bestzeit im zweiten Freien Training schon recht früh
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Nachdem am Vormittag noch Kimi Räikkönen in 1:47.339 Minuten eine Ferrari-Bestzeit gesetzt hatte, drehte sich das Kräfteverhältnis im zweiten Freien Training zum Grand Prix von Belgien komplett um: Die beiden Silberpfeile legten enorm an Pace zu, während sich Ferrari nicht ganz so steigern konnte und dadurch die Freitagsbestzeit sausen lassen musste.

Diese ging bei trockenen und 20 Grad warmen Verhältnissen in Spa-Francorchamps an Fernando Alonso, der den 7,004 Kilometer langen Kurs in den Ardennen insgesamt 29 Mal umrundete, dafür in seinem schnellsten Versuch 1:46.654 Minuten benötigte. Alonso setzte diese Zeit recht früh mit weichen Reifen, während sein Teamkollege Lewis Hamilton (29 Runden) diese erst zum Schluss aufziehen ließ und damit wegen eines Fehlers in der Bus-Stop-Schikane um 0,111 Sekunden zurückblieb.

Massa und die Bus-Stop-Schikane

Die beiden Ferraris hatten 0,299 (Felipe Massa/27 Runden) beziehungsweise 0,512 (Kimi Räikkönen/26 Runden) Sekunden Rückstand auf die Silberpfeile, wobei Massa anfangs mit seinem Handling nicht ganz zufrieden war und gerade in der Bus-Stop-Schikane immer wieder seine liebe Mühe damit hatte, den F2007 in die Rechts-Links-Kombination zu werfen. Generell gab es aber heute einige Verbremser und kleine Fahrfehler quer durch das gesamte Feld.

Überraschend stark präsentierte sich das Toyota-Team am Nachmittag, denn Jarno Trulli (33 Runden) war als Fünfter mit 0,837 Sekunden Rückstand der einzige Fahrer, der innerhalb einer Sekunde mit den Führenden blieb. Auch Ralf Schumacher gab in der für seine Zukunft entscheidenden Phase ein Lebenszeichen von sich: Der Deutsche spulte 34 Runden ab, war um 1,292 Sekunden langsamer als Alonso und wurde damit solider Sechster.

Giancarlo Fisichella (Renault/+ 1,432/30 Runden), Mark Webber (Red-Bull-Renault/+ 1,617/29 Runden), Robert Kubica (BMW Sauber F1 Team/+ 1,625/37 Runden) und Heikki Kovalainen (Renault/+ 1,913/38 Runden) rundeten die Top 10 ab, an denen Nick Heidfeld (BMW Sauber F1 Team/+ 1,952/36 Runden) und Nico Rosberg (Williams-Toyota/+ 2,186/32 Runden) diesmal knapp vorbeischrammten.

Technische Probleme bei Red Bull

David Coulthard (13./+ 2,229/17 Runden) reihte sich hinter den beiden Deutschen ein, konnte die Session aber gar nicht beenden, weil im Mittelsektor sein Getriebe wegen einer defekten Hydraulik stecken blieb. Probleme gab es auch im B-Team von Red Bull, bei Toro-Rosso-Ferrari: Vitantonio Liuzzi (22./+ 4,211/9 Runden) verlor wegen eines Defekts viel Trainingszeit; Stallgefährte Sebastian Vettel (18./+ 3,066/34 Runden) hingegen erlebte einen besseren Tag.

Ralf Schumacher
Ralf Schumacher und Toyota lieferten heute eine solide Leistung in Belgien ab
© xpb.cc

Die weiteren Deutschsprachigen: Alexander Wurz (Williams-Toyota/+ 2,739/28 Runden) klagte anfangs über fehlende Motorleistung, während Adrian Sutil (20./+ 3,745/24 Runden) 20 Minuten vor Schluss seinen Spyker-Ferrari gegen die Mauer bei Malmedy setzte und aussteigen musste. Damit war der 'Motorsport-Total.com'-Kolumnist auch langsamer als der immer stärker aufkommende Japaner Sakon Yamamoto (17./+ 3,043/32 Runden) im zweiten Spyker-Ferrari.

Honda mit schwacher Vorstellung

Massive Probleme hatten auch die beiden Hondas: Jenson Button (14./+ 2,265/29 Runden) leistete sich einen der heftigeren Dreher der Session, sein Teamkollege Rubens Barrichello (15./+ 2,710/31 Runden) wurde lange die rote Laterne nicht los. Diese musste sich am Ende wegen seines Defekts Liuzzi umhängen. Ansonsten gab es im mittleren und hinteren Feld keine nennenswerten Überraschungen oder Ausreißer.

An der Spitze zeichnet sich nach dem ersten Trainingstag eine weitere Runde im WM-Duell zwischen McLaren-Mercedes und Ferrari ab, wobei vom erwarteten Ferrari-Vorteil heute noch nicht allzu viel zu sehen war. Dahinter geht es aber knapper zu als sonst: Das BMW Sauber F1 Team, Toyota, Renault und - mit Abstrichen - Williams-Toyota meldeten Ambitionen an, im Kampf um den dritten und vierten Platz in der Hackordnung der Teams mitzumischen.

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