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Qualifying: Ferrari schlägt McLaren-Mercedes

15. September 2007 - 15:02 Uhr

Kimi Räikkönen sicherte sich die Pole Position in Spa-Francorchamps vor Massa und den beiden Silberpfeilen - Rosberg Sechster vor Heidfeld

Felipe Massa, Kimi Räikkönen und Fernando Alonso
Felipe Massa, Polesetter Kimi Räikkönen und Fernando Alonso nach der Session
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Die Konstrukteurs-WM ist nach dem FIA-Urteil vom Donnerstag praktisch schon pro Ferrari entschieden, aber in der Fahrerwertung geht es nach wie vor heiß her - und auch heute im Qualifying in Spa-Francorchamps schenkten sich die vier Titelanwärter nichts: In einem spannenden Finale lagen sie am Ende alle innerhalb von 0,412, die Top 3 sogar innerhalb von 0,097 Sekunden!

Das bessere Ende für sich hatte nach den drei Einzelsegmenten der Sieger der vergangenen beiden Belgien-Grands-Prix, Kimi Räikkönen, der seine überragende Vorstellung vom Freien Vormittagstraining bestätigte und im entscheidenden Moment eine Zeit von 1:46.242 Minuten in den Ardennenasphalt brannte. Im ersten Sektor seiner letzten Runde hatte es sogar nach einer noch besseren Marke ausgesehen, aber hinten raus ließ er ein wenig Zeit liegen.


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Räikkönen in Eau Rouge am schnellsten

Den Grundstein für seine Pole Position legte Räikkönen in der Senke Eau Rouge, in der er im Top-10-Finale mit 314 km/h klar am schnellsten war. Außerdem hatte er mit 330 km/h auf der Kemmel-Geraden den besten Topspeed, womit er im Rennen schwer zu überholen sein wird. Dennoch war es unterm Strich denkbar knapp: Gerade mal 17 Tausendstelsekunden trennten ihn von seinem Ferrari-Teamkollegen Felipe Massa.

Hinter den beiden roten Boliden sicherte sich Fernando Alonso (McLaren-Mercedes/+ 0,097) den dritten Startplatz. Dabei hatte es anfangs nicht gut ausgesehen: Im ersten Run des Finales leistete sich der Doppelweltmeister einen Dreher, er fuhr den Run aber trotzdem zu Ende, um Benzin zu verbrennen und am Ende ein möglichst leichtes Auto zu haben. Auf den letzten Drücker schob er sich dann noch vom zehnten auf den dritten Platz nach vorne.

Damit entschied Alonso das für die Weltmeisterschaft so wichtige Stallduell gegen Lewis Hamilton, der an diesem Wochenende nicht restlos überzeugen konnte, relativ deutlich für sich - um 0,315 Sekunden. Völlig unklar ist allerdings, wer welche Strategie für das Rennen gewählt hat, denn in Q2 war Hamilton noch vor Alonso gelegen. Fest steht: Ferrari und McLaren-Mercedes liegen ganz eng beisammen, morgen wird es also richtig spannend.

Kubica schnell, aber dennoch nur 15.

Robert Kubica (BMW Sauber F1 Team/+ 1,002) war als Fünfter "Best of the Rest", wird aber um zehn Positionen zurückgereiht, weil sein V8-Triebwerk nach dem Motorschaden am Vormittag gewechselt werden musste. Alle hinter dem Polen liegenden Fahrer rücken damit auf, womit der erneut bärenstarke Nico Rosberg (Williams-Toyota/+ 1,340) und Nick Heidfeld (BMW Sauber F1 Team/+ 1,415) eine deutsche dritte Startreihe bilden.

Nico Rosberg
Bester Deutscher im Qualifying in Spa-Francorchamps: Nico Rosberg
© xpb.cc

Die Top 10 wurden abgerundet von Mark Webber (8./Red-Bull-Renault/+ 1,530), Jarno Trulli (Toyota/+ 1,804) und Heikki Kovalainen (Renault/+ 2,511), der in den letzten 15 Minuten des Qualifyings verglichen mit den ersten beiden Segmenten erstaunlich langsam unterwegs war, was darauf schließen lässt, dass sein Tank für den ersten Rennstint relativ voll gemacht wurde. Sein Teamkollege Giancarlo Fisichella scheiterte ja als Elfter um 0,123 Sekunden am zweiten Cut.

Schumacher und Wurz wieder geschlagen

Im Stallduell bei Toyota musste Ralf Schumacher (12.) wieder einmal eine Niederlage einstecken, der Deutsche war in Q2 aber nur um 0,138 Sekunden langsamer als Trulli. Wesentlich deutlicher war der Unterschied bei Williams-Toyota, wo Alexander Wurz (16.) in Q2 eine eindeutige Klatsche gegen Rosberg einstecken musste - 0,925 Sekunden - und mit Ablauf der Zeit auch noch von Vitantonio Liuzzi (15./Toro-Rosso-Ferrari) geschnupft wurde.

Liuzzi hatte sich zuvor in Q1 um gerade mal fünf Tausendstelsekunden gegen seinen Teamkollegen Sebastian Vettel durchgesetzt, der somit als 17. ins Rennen gehen wird. Adrian Sutil (Spyker-Ferrari) lag indes kurz vor Schluss der ersten 15 Minuten noch an starker zwölfter Position, wurde dann aber in einer enorm knappen Entscheidung noch bis auf Position 20 durchgereicht - vor Anthony Davidson (Super-Aguri-Honda) und Sakon Yamamoto (Spyker-Ferrari).

Für morgen - wettermäßig wird ja ein Trockenrennen erwartet - darf man sich auf einen spannenden Nachmittag einstellen, denn an der Spitze geht es genauso eng zu wie im Mittelfeld. Zwar scheint Ferrari momentan einen leichten Vorteil zu haben, aber wenn die Weltmeisterschaft vor den abschließenden drei Überseerennen offen bleiben soll, müssen Räikkönen und Massa in den belgischen Ardennen die Silberpfeile ja auch schlagen...

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