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Dennis weint nach Doppelsieg Freudentränen

09. September 2007 - 16:29 Uhr

Acht Jahre nach Mika Häkkinen weint McLaren-Mercedes wieder in Monza, diesmal aber Freudentränen bei Teamchef Ron Dennis

Ron Dennis mit Fernando Alonso
Weinte nach dem Doppelsieg in Monza Tränen der Freude: Teamchef Ron Dennis
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com/Premiere) - Solche Emotionen hat man bei Ron Dennis, dessen McLaren-Mercedes-Team oft als "Kühlschrank" bezeichnet wird, noch nie gesehen: Nach den Spionageanschuldigungen und dem Doppelsieg von Fernando Alonso und Lewis Hamilton in Monza brach der 60-Jährige gerührt in Freudentränen aus - acht Jahre, nachdem Mika Häkkinen an gleicher Stelle wegen seines Ausfalls geweint hatte.

"Es war ein sehr schwieriges Wochenende", erklärte Dennis, nachdem er sich nach seinem Tränenausbruch wieder ein wenig gesammelt hatte. "Für das ganze Team war es hart, die Konzentration zu bewahren, und mir fiel es sehr schwer, das Team zu führen. Aber heute haben wir gezeigt, dass wir ein echtes Team sind und hart an unseren Siegen arbeiten. Das ist eben unsere Einstellung zum Rennsport."

Seine Ehefrau Lisa, die ihn in den Arm genommen hatte, sagte: "Er lebt für den Rennsport, dieser Sieg bedeutet ihm alles. Nach den Attacken der vergangenen Wochen kam es heute aus ihm heraus. Es war richtig gut, der ganzen Welt zu zeigen, wie stark er ist. Er kommt mit seinen Problemen selten zu mir, aber wenn einem jemand so wichtig ist wie er mir, dann leidet man natürlich mit." Woraufhin Dennis wieder die Tränen in die Augen schossen: "Das bedeutet mir sehr viel!"

"Ron lebt für dieses Team."
Martin Whitmarsh

Den "erstklassigen Job" des Teams lobte auch Geschäftsführer Martin Whitmarsh: "An diesem Wochenende ist so viel passiert, aber alle in Woking und in Brixworth haben klasse gearbeitet. Das war ein eindrucksvoller Sieg! In der Formel 1 steht man immer unter Druck. Wir wollen Weltmeister werden. Ron lebt für dieses Team, hat sich immer loyal verhalten - und wir im Team halten zusammen, arbeiten konzentriert auf unsere Ziele hin. Das haben wir auf der Strecke bewiesen."

Am Donnerstag wird in Paris der Spionagefall verhandelt, in dem es eine neue Beweislage geben soll. Aber Dennis fühlt sich weiterhin unschuldig: "Ich kenne meine Gefühle und wie es in mir aussieht. Alles, was wir nun tun können, ist alles sorgfältig zu erklären, was in den vergangenen Monaten aus unserer Sicht geschehen ist. Dann liegt es an anderen, ein Urteil zu fällen", gab er nach seinem vielleicht größten Triumph als Teamchef zu Protokoll.

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