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Das neueste Gerücht: Ferrari angelt sich Alonso

24. September 2007 - 11:13 Uhr

In Großbritannien wird über einen Wechsel Alonsos zu Ferrari spekuliert - was angesichts politischer Machtspielchen bei Ferrari gar nicht so abwegig erscheint

Fernando Alonso
Die ausstehende Entscheidung im "Fall Alonso" lähmt derzeit den Fahrermarkt
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Kaum ein Formel-1-Experte glaubt noch daran, dass Fernando Alonso im kommenden Jahr für McLaren-Mercedes fahren wird, so wie das sein Vertrag eigentlich vorsieht. Also stellt sich zwangsläufig die Frage, für welches Team der Spanier im kommenden Jahr an den Start gehen wird - wenn er denn überhaupt eine Saison bestreiten wird.

Die 'News of the World' - eine britische Boulevard-Zeitung - will nun herausgefunden haben, dass Fernando Alonso nicht wie spekuliert zu Renault zurückkehrt, sondern zu Ferrari wechseln wird - angeblich für eine Jahresgage von rund 28 Millionen Euro.

Der amtierende Weltmeister soll Teamkollege von Kimi Räikkönen werden, während Felipe Massa von den Italienern zu Toyota abgeschoben wird. Dort würde der Brasilianer die Nachfolge von Ralf Schumacher antreten. Die 'Daily Mail' berichtet unterdessen, dass Felipe Massa am vergangenen Wochenende Verhandlungen mit Toyota aufgenommen hat.

Interessant sind diese Berichte angesichts der Tatsache, dass zuletzt das Gerücht die Runde gemacht hat, dass Ferrari-Rennleiter Jean Todt von seinem Posten als Rennleiter zurücktreten wird - was dieser hartnäckig dementiert. Intern scheint bei Ferrari ein nicht unerheblicher Machtkampf ausgebrochen zu sein.

Dass Todt Alonso verpflichtet, darf so gut wie ausgeschlossen werden, denn der Franzose ist nach wie vor beleidigt, dass der Rennfahrer aus Oviedo ein Angebot ablehnte und stattdessen bei McLaren-Mercedes unterschrieb.

Pikant ist auch, dass Felipe Massa von Jean Todts Sohn Nicolas gemanagt wird - Massa zum derzeit hinterherfahrenden Toyota-Team abzuschieben, wäre also ein etwas seltsamer Schachzug. Es sei denn, Jean Todt wäre nicht mehr Ferrari-Rennleiter.

Es gibt Gerüchte, wonach das Verhältnis zwischen Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo und Jean Todt etwas unterkühlt ist, denn der Italiener soll den Wunsch haben, Alonso zu verpflichten und möchte Ross Brawn ins Team zurückholen.

Brawn wiederum möchte die Rolle des Teamchefs einnehmen. Todt wollte eigentlich zusammen mit Michael Schumacher zurücktreten, hatte sich dann aber dagegen entschieden, um nicht noch mehr Unruhe ins Team zu bringen.

Jetzt, wo mit Brawn ein passender Nachfolger parat steht, meinte Todt zuletzt patzig, dass er erst dann aufhören werde, wenn das Team ausreichend stabil sei und er entscheide, wann dieser Moment eingetreten ist. Zudem hat Todt seinem Ex-Kollegen Brawn zuletzt nicht gerade verbal Rosen gestreut...

Die Frage ist jedoch, ob sich Fernando Alonso an der Seite von Kimi Räikkönen wohl fühlen würde, denn auch Ferrari dürfte ihm wohl kaum den Nummer-1-Status zugestehen.

Pikant wäre ein Wechsel zu Ferrari natürlich auch aufgrund der Verwicklung Alonsos in die "Spionage-Affäre". Alonso hatte über die Achse Nigel Stepney-Mike Coughlan mit Testfahrer Pedro de la Rosa per E-Mail über geheime Ferrari-Informationen gesprochen.