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Bridgestone vor Belgien: Nicht alles kann man kontrollieren

12. September 2007 - 09:42 Uhr

Reifenhersteller Bridgestone spricht über die besondere Herausforderung, die der belgische Kurs in den Ardennen für die Reifen darstellt

In Belgien werden die Reifen hart rangenommen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Auch der Reifen-Ausstatter der Formel 1, Bridgestone, hatte Gelegenheit, sich bei den Testfahrten im Vorfeld auf den Großen Preis von Belgien in Spa-Francorchamps vorzubereiten. Die Japaner werden insgesamt 2.200 Reifen in die Ardennen transportieren.

Zum Einsatz kommen die Gummi-Mischungen "medium" und "soft". Diese Kombination wurde bereits fünf Mal in dieser Saison verwendet, in Australien, den USA, Frankreich, Deutschland und zuletzt beim Großen Preis von Italien.

Bei den dreitägigen Testfahrten, bei denen im Juli alle Teams anwesend waren, konnte Bridgestone eine Menge lernen. Zuletzt war die "Königsklasse des Motorsports" im Jahr 2005 auf dieser anspruchsvollen Rennstrecke unterwegs, seitdem wurden Teile verändert und ein neuer Asphalt aufgetragen. Nicht nur auf diesem konnte man üben, sondern auch bei sehr wechselhaften Wetterbedingungen, so dass auch die Regenreifen sowie jene für extreme Nässe ausprobiert werden konnten.

"Spa ist eine extrem herausfordernde und sehr schnelle Strecke", so Kees van de Grint. "Im Gegensatz zu einigen der anderen schnellen Strecken, wo die Belastung auf die Reifen durch den Abtrieb geringer ist weil das Setup der Autos auf weniger Abtrieb eingestellt wird, kommen hier höhere Abtriebslevel ins Spiel. Dies bedeutet, dass die Reifen angesichts der hohen Geschwindigkeiten und den hohen Belastungen auf fast der gesamten Runde hart rangenommen werden."

Nasse Bedingungen sind beim Großen Preis von Belgien natürlich immer ein Thema: "Feuchte Bedingungen können sich so schnell verändern, dass es sehr schwierig ist, die richtige Entscheidung zu treffen. Wir berechnen und präsentieren den Teams immer die Bedingungen, wenn sie vom Reifen für trockene auf den Reifen für feuchte Bedingungen und dann auf jenen für extreme Nässe und umgekehrt wechseln sollten. Aber im Rennen ist das keine so klare Angelegenheit. Wir können viele Dinge kontrollieren, und wir haben viele Computer, aber das, was man nicht kontrollieren kann, ist die Natur."

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