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Briatore: "Fernando fühlt sich bei uns einfach wohl"

24. September 2007 - 13:31 Uhr

Der Renault-Teamchef über die verkorkste Saison und das Gerücht, wonach er versucht, Fernando Alonso zu den Franzosen zurück zu lotsen

Fernando Alonso und Flavio Briatore
Alonso und Briatore gingen nach dem Titelgewinn 2006 getrennter Wege
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Das Renault-Team musste in diesem Jahr einen bitteren Absturz hinnehmen. Nach dem Gewinn des Fahrer- und des Konstrukteurstitels im vergangenen Jahr liegt man momentan mit 39 WM-Punkten auf dem dritten Rang. Zur gleichen Zeit - also nach 14 Rennen - hatten die Franzosen im vergangenen Jahr 160 Zähler auf dem Konto und führten die Weltmeisterschaft an.

Nach Aussage von Teamchef Flavio Briatore gibt es "keinen Grund", warum man im kommenden Jahr nach der Schlappe in dieser Saison nicht wieder Weltmeister werden kann: "Die Mannschaft ist die gleiche. Die hat nicht verlernt, ein Siegerauto zu bauen. Wir wissen jetzt, was am aktuellen Auto falsch war. Wir kennen die Reifen besser. Ich habe ein gutes Gefühl", so der Italiener im Interview mit der 'sport auto'.


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Das Resultat in diesem Jahr sei "die Quittung für die 2006er Saison", in der man das Auto bis zum letzten Rennen weiterentwickeln musste, weil man sich im Kampf um den WM-Titel mit Ferrari befand: "Wir mussten nach dem Verbot des Schwingungstilgers das Auto noch einmal neu konstruieren und deshalb die Entwicklung des 2007er Autos aufschieben."

Renault hat längst zugegeben, dass man durch die Umstellung von Michelin- auf Bridgestone-Reifen völlig aus dem Konzept geworfen wurde und man "diese Aufgabe vielleicht etwas unterschätzt" hatte: "Wir hätten mehr Zeit gebraucht. Es gibt keine Wunder in der Formel 1. Das gleiche ist Ferrari 2005 passiert. Im Jahr davor hatten sie fast alle Rennen gewonnen."

Während der Italiener sein "Kompliment" an das BMW Sauber F1 Team ausspricht, weil es einen "exzellenten Job" geleistet hat und sich in jedem Rennen steigern konnte, muss der 57-Jährige zugeben, dass man selbst erst einmal herausfinden musste, warum man so langsam ist, bevor man Fortschritte erzielen konnte: "Es macht wenig Sinn, immer neue Teile ans Auto zu bringen, wenn man nicht weiß, wo das Problem liegt."

In den Augen des Teamchefs ist es egal, mit wie vielen Punkten man die Saison auf dem dritten Rang beenden wird, und da man das BMW Sauber F1 Team sowieso nicht mehr einholen kann, konzentriert man sich auf die Entwicklung des nächstjährigen Autos: "Seit zwei Monaten haben wir am aktuellen Auto praktisch nichts mehr verändert. Ich wollte sicherstellen, dass wir 2008 wieder vorne mitfahren. Da darf es keine Ausreden geben."

Während Briatore versichert, dass die Windkanaldaten "sehr viel versprechend" aussehen, kann er noch nicht verraten, wie die Fahrerpaarung für das kommende Jahr aussehen wird: "Das ist wie mit unserem Auto. Wir sind ein bisschen spät dran. Ich habe keine Eile", erklärt der frühere Benetton-Manager. Man habe eine Option auf Giancarlo Fisichella und Verträge mit Heikki Kovalainen und Testfahrer Nelson Piquet Junior: "Im Augenblick überlegen wir noch, wie die beste Fahrerpaarung aussehen könnte."

Während für Fisichella seine große Erfahrung spreche ist Briatore mittlerweile auch mit Kovalainen zufrieden, der endlich jene Leistung zeige, die er von ihm erwartet hat. Zudem werde der Finne von Rennen zu Rennen besser. Und dann ist da noch Piquet Junior, der in Briatores Augen ebenfalls ein Rohdiamant ist.

Briatore macht aber auch keinen Hehl daraus, dass er gern Alonso verpflichten würde, wenn dieser frei wird. Es sei schwierig, einen Fahrer im Team zu halten, der sich dort nicht wohl fühlt: "Das ist weder für das Team, noch den Fahrer gesund. Wir haben unsere Art, mit Fahrern umzugehen. Fernando fühlte sich bei uns einfach wohl. Vielleicht ist es das, was ihm bei McLaren fehlt."

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