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Belgien für Toyota fast ein Heim-Grand-Prix

10. September 2007 - 15:42 Uhr

Nach der enttäuschenden Performance in Monza freut sich das Toyota-Team auf den Belgien-Grand-Prix in der Nähe der Fabrik in Köln

Ralf Schumacher
Ralf Schumacher fuhr beim Test im Juli sogar eine Tagesbestzeit
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Das Toyota-Team hatte sich in den vergangenen Wochen recht positiv entwickelt, doch beim Grand Prix von Italien setzte es einen herben Rückschlag: Jarno Trulli und Ralf Schumacher schrammten deutlich an den Punkten vorbei, ihre schnellsten Rennrunden waren um ungefähr zwei Sekunden langsamer als die der Spitze.

Dennoch freuen sich die beiden auf den bevorstehenden Grand Prix von Belgien, denn die Strecke in Spa-Francorchamps liegt ganz in der Nähe der Fabrik in Köln - und der Juli-Test auf dem Ardennenkurs ist äußerst positiv verlaufen, Schumacher erzielte sogar eine Tagesbestzeit. Vor allem aber gibt es dort keine hohen Randsteine, die Toyota beispielsweise in Montréal oder Monza stark einbremsten.

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"Spa", so Schumacher, "liegt ganz in der Nähe der Fabrik in Köln, daher freue ich mich auf das Wochenende. Es ist aber auch eine spezielle Strecke, einzigartig in der Formel 1 - mit einigen wirklich beeindruckenden und herausfordernden Kurven. Das Wetter spielt immer eine Rolle, denn die belgischen Ardennen haben ihr ganz eigenes Klima. Selbst wenn der Regen kommt, regnet es manchmal nur in einzelnen Passagen."

"In Italien hatten wir wieder ein schwieriges Wochenende, aber in Spa wird ja ein ganz anderes Aeropaket gefahren. Die Strecke ist vergleichbar mit Silverstone, wo wir schnell waren. Im Juli haben wir in Spa schon getestet und wir machten dort gute Fortschritte, daher hoffen wir auf ein starkes Resultat. Unser Ziel muss sein, im Qualifying mit beiden Autos in die Top 10 zu kommen, dann sind auch Punkte möglich", fügte er an.

Als "beste Strecke der Welt" bezeichnete Trulli den Ardennenkurs: "Ich freue mich, dass wir wieder dort fahren. Die Änderungen der Strecke haben wirklich etwas gebracht, speziell in der Bus-Stop-Schikane. Spa ist immer noch eine der schwierigsten Strecken der Welt - eine echte Herausforderung für den Fahrer, sehr technisch, sehr lang. Es ist schwierig, das Limit zu finden, weil man während der ganzen Runde konzentriert sein muss."

"Man kann nie genau sagen, wie das Wetter sein wird, aber für uns ist es in Belgien meistens gut gelaufen und ich hoffe, dass das auch dieses Wochenende so sein wird. Wir nähern uns ja dem Ende der Saison und der Japan-Grand-Prix steht nach Belgien auf dem Programm, daher wäre es großartig, vor Toyotas Heimrennen in Fuji wieder Punkte zu holen. Ich bin optimistisch, denn das Team arbeitet sehr hart", so der Italiener.

Technikchef Pascal Vasselon ergänzte: "Spa ist ein einmaliges Umfeld. Die Motorsportkultur ist dort tief verwurzelt, die Strecke gehört zum wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben dazu, man spürt den Enthusiasmus der Fans. Technisch gesehen sind die vielen mittelschnellen Kurven und die Höhenunterschiede eine Herausforderung. Außerdem gibt es in Kurven wie Eau Rouge mit die höchsten Belastungen der ganzen Saison."

Und weiter: "Im Juli haben alle Teams in Spa getestet, um sich vorzubereiten. Man macht sich vor Spa immer Gedanken über Regenstrategien und den Übergang zwischen trockenen und nassen Bedingungen. Wir hatten in der Testwoche so ziemlich alle Bedingungen, mit denen wir am Wochenende rechnen müssen. Die Fahrer fühlten sich wohl und waren schnell, daher kommen wir gut vorbereitet in Belgien an."