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Bei den Reifen bleibt 2008 wohl alles beim Alten

18. September 2007 - 12:13 Uhr

Reifenhersteller Bridgestone wird die Teams wohl auch in der kommenden Saison mit den gleichen Reifen-Mischungen ausrüsten wie in diesem Jahr

Bridgestone-Reifen
Auch 2008 soll es nur vier verschiedene Reifen-Mischungen geben
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Obwohl es aus den Reihen der Teams den Vorschlag gegeben hat, im kommenden Jahr den Unterschied zwischen den einzelnen Mischungen größer zu gestalten, wird Reifenhersteller Bridgestone in der Saison 2008 vermutlich mit den gleichen vier Mischungen an den Start gehen wie in dieser Saison. Diese vier Typen mit den Bezeichnungen "hard", "medium", "soft" und "super soft" haben sich bisher auf allen Rennstrecken - mit der Ausnahme von Montréal - als geeignet erwiesen.

Da die Fahrer seit dieser Saison laut Reglement dazu gezwungen sind, im Rennen die zwei zur Verfügung stehenden Varianten mindestens einmal zum Einsatz zu bringen, war die Idee hinter der Einführung deutlich unterschiedlicherer Mischungen die Tatsache gewesen, dass dadurch womöglich abwechslungsreichere Rennen mit mehr Überholmanövern generiert werden könnten.

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In diesem Jahr hat es durchaus mehr Überholmanöver gegeben, weil die Fahrer teilweise mit unterschiedlichen Reifen-Mischungen auf der Strecke unterwegs waren, doch gerade in Bezug auf die erhoffte Unterschiedlichkeit bei den Strategien sind viele Experten auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt worden.

Bei Bridgestone ist man jedoch der Meinung, dass die Verwendung der verschiedenen Reifen-Typen in diesem Jahr ein Erfolg gewesen ist. Die Tatsache, dass zwei verschiedene Varianten zu jedem Rennen gebracht werden, sei nicht nur aufgrund der Unterschiede, die man in Bezug auf die Strategie und das Qualifying sieht, gut, sondern auch im Hinblick auf die Sicherheit.

"Natürlich verstehe ich, dass die Leute zwischen den beiden Reifen einen Fünf-Sekunden-Unterschied sehen wollen, aber das ist einfach technisch unmöglich", so der Formel-1-Projektleiter der Japaner, Kees van de Grint, gegenüber 'autosport.com'. Auch die Markierung der weicheren Reifen durch eine weiße Rille sei ein Erfolg: "Wir wären aus diesem Grund sehr glücklich, wenn wir exakt mit demselben Reglement weitermachen können."

Es sei eine gute Entscheidung gewesen, den Reifen im Verlauf der Saison nicht weiterzuentwickeln, da dies auch eine Auswirkung auf die Balance der Autos gehabt hätte: "Veränderungen bedeuten auch, dass man ganz klar den großen Teams hilft oder sie bevorteilt, und den kleinen Teams schadet, da sie das nicht abdecken können."

Es sei also für den Sport - aber natürlich auch im Hinblick auf die Kosten - für Bridgestone eine gute Entscheidung gewesen, die Reifen nach der Festlegung der Variationen im Verlauf der Winter-Testfahrten nicht mehr zu verändern.

Für die kommende Saison könnte man die Mischungen geringfügig weiterentwickeln, um ihre Haltbarkeit zu verbessern und etwas mehr Haftung zu generieren. Das Sorgenkind, der Große Preis von Kanada, ist in Tokio derzeit auch ein Thema, denn die weichere Mischung funktionierte dort nicht so gut, wie man dies erwartet hatte: "Wir müssen einfach verstehen, warum der Reifen dort nicht so funktionierte, wie wir wollten. Dies ist etwas, das wir noch analysieren müssen."

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