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BMW Sauber F1 fiebert dem "neuen" Japan-GP entgegen

21. September 2007 - 09:45 Uhr

Statt Suzuka steht in diesem Jahr wieder Fuji auf dem Programm - die Fahrer fühlen sich in Japan wohl und freuen sich auf die neue Herausforderung

Nick Heidfeld
Nick Heidfeld ist ein Fan von Suzuka, freut sich aber auch auf die Premiere von Fuji
© BMW

(Motorsport-Total.com) - Der Endspurt der Formel-1-Weltmeisterschaft 2007 beginnt: Japan, China und Brasilien sind die letzten drei Stationen. 90 WM-Punkte hat das BMW Sauber F1 Team bislang auf dem Konto. Im Vorjahr hatte die Mannschaft ihre Debütsaison mit 36 Zählern als Fünfter der Konstrukteurs-WM beendet.

Der japanische Grand Prix ist von Suzuka nach Fuji umgezogen. Der Fuji Speedway bedeutet Neuland, dort fuhr die F1 zuletzt vor 30 Jahren. 1976 und 1977 war die Rennstrecke am Fuße des Mount Fuji Austragungsort der beiden ersten Großen Preise von Japan.

Ich war noch nie in Fuji", so Nick Heidfeld, "und freue mich immer, wenn eine neue Rennstrecke in den Kalender kommt. Das stellt Fahrer und Ingenieure vor interessante Aufgaben, und bedeutet auch im ganzen Drumherum Abwechslung, weil sich jeder erstmal vor Ort zurechtfinden muss. Japan gefällt mir generell gut, besonders Tokio. Ich mag die Mentalität und auch das Essen sehr, wobei die Küche weit mehr zu bieten hat als das obligatorische Sushi."

"Suzuka ist meine Lieblingsrennstrecke, und von daher freue ich mich, dass die beiden Kurse ab 2009 abwechselnd gefahren werden. Ich bin sehr gespannt auf den Kurs von Fuji, und ich hoffe, dass ich den Fujiyama wenigstens ein Mal zu sehen bekomme. Es soll ja Leute geben, die schon x Mal dort waren, aber der Gipfel hat sich jedes Mal in Wolken versteckt."

"Ich mag Japan und die japanische Mentalität", meint auch Robert Kubica. "Ich freue mich auf das Rennen, aber ich bin noch nie auf dem 'Fuji Speedway' gefahren. Ich kenne ihn nur ein bisschen von Computerspielen, mit denen ich mich beschäftigt habe, als ich jünger war. Mittlerweile hat er sich etwas verändert, wir müssen ihn uns erstmal genau ansehen."

"In Japan zu fahren, ist gut, weil die Fans sehr enthusiastisch sind. Sie genießen es wirklich, an der Strecke zu stehen und den Autos zuzusehen. Ich denke, es werden viele Leute kommen. Unser diesjähriges Auto ist auf allen Arten von Rennstrecken etwa gleich wettbewerbsfähig. Im Vorjahr waren wir besonders gut auf Strecken, auf denen man mit wenig Abtrieb fährt. In diesem Jahr sind wir konstanter, deshalb denke ich, dass wir auch in Fuji das erreichen können, was wir überall erreichen."

Mario Theissen, BMW Motorsport Direktor: "Fuji wird eine neue Herausforderung. Ich habe mir in der vergangenen Saison vor dem Rennen in Suzuka die Strecke angeschaut. Es gibt eine sehr lange Gerade und einige unorthodoxe Kurven. Die Strecke ist sehr abgelegen, es gibt nur wenig Straßen und Unterkünfte, die Infrastruktur ist begrenzt. Fuji ist für die Logistiker in unserem Team eine große Aufgabe."

"Für BMW ist der japanische Markt sehr wichtig. Japan ist in Asien der führende und am höchsten entwickelte Markt. Wer dort Erfolg hat, ist in Asien insgesamt sehr gut aufgestellt. BMW war der erste deutsche Hersteller, der dort eine eigene Tochtergesellschaft gegründet hat."

Willy Rampf, Technischer Direktor: "Weil wir in Fuji noch nie gefahren sind, verlassen wir uns bei der Rennvorbereitung ganz auf die Computer-Simulation. Diese basiert auf Software-Programmen, die vollumfänglich von unseren Spezialisten im Team entwickelt wurden. Dabei geht es vor allem um die Festlegung des Abtriebsniveaus, der mechanischen Abstimmung, der Bremsspezifikation und Getriebeübersetzung."

"Die Erfahrung zeigt, dass wir bei der Simulation einen hohen Stand erreicht haben. Wir können also davon ausgehen, bereits am Freitagmorgen über ein gutes Basis-Setup zu verfügen, sodass wir uns im freien Training auf die Feinabstimmung sowie die Reifenwahl für das Qualifying und das Rennen konzentrieren können."

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