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Alexander Wurz und die "Mission Impossible"

10. September 2007 - 07:30 Uhr

Williams-Pilot Alexander Wurz lässt sein Rennen Revue passieren und erklärt, warum aus dem Monza-Grand-Prix eine "Mission Impossible" wurde

Alexander Wurz
Alexander Wurz' Strategie im Monza-Rennen ging nicht auf
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Wenn es nicht läuft, dann läuft es nicht. Oder: Wenn der Startplatz nicht stimmt, sind WM-Punkte nur schwer möglich. Zwei Binsenweisheiten, die zwar recht simpel, dafür aber wahr sind. Während Teamkollege Nico Rosberg dem Punktekonto von Williams-Toyota zwei weitere Zähler hinzufügen konnte, musste Alexander Wurz ein weiteres Rennen abhaken, mit dem Vermerk: Mission nicht erfüllt.

Während die schmucke Hospitality von Williams im Rekordtempo abgetragen wird, diverse Bagger und Stapler an uns vorbeiflitzen, warten wir auf Wurz, der uns, nachdem wir seit Donnerstag mit ihm mitfiebern, noch einmal Rede und Antwort steht. Wurz lässt noch einmal sein Rennen Revue passieren.

"Der Start war nicht so gut, weil wir zu schwer waren. Ich war das schwerste Auto im Feld, meine Hinterreifen haben sofort aufgegeben, von Anfang an. Ich bin zwar mit den harten Reifen gestartet, aber das war einfach zu schwer. Dann habe ich noch beim Boxenstopp viel Zeit verloren, da gab es auch ein Problem, so ist der Fisichella auch noch vorbeigekommen."

Passive Strategie ging nicht auf

Wurz erklärt: "Was wir probiert haben, war eine klassische passive Strategie. Da musst du schauen, dass du so lange wie möglich draußen bleibst und dass sich das Rennen so entwickelt, dass du halt bei den Boxenstopps an möglichst vielen Piloten vorbeikommst. Aber das ist sich heute nicht ausgegangen."

Ob er diese Strategie bereits am Samstag beschlossen habe? Wurz antwortet süffisant: "Das ist nicht meine Entscheidung - wenn ich das auch noch selber entscheiden würde, müsste ich mir beim nächsten Rennen auch gleich die Reifen selber wechseln. Da gibt es glaube ich cleverere Leute, die sich das ausdenken. Ich kann nichts anderes tun als zu fahren. Aber die genaue Strategie habe ich gestern noch nicht gewusst, das wurde heute entschieden."

Dass es eine Einstoppstrategie werden würde, sei ihm schon bekannt gewesen, sagt er. "Aber es ist ein Unterschied, ob du in Runde 30 oder in Runde 37 an die Box kommst - das macht 20 Kilogramm Unterschied, das sind sechs Zehntel pro Runde. Und das belastet halt den Reifen mehr und das war heute eben das Problem, dass die Reifen nicht mitgespielt haben. Sonst hätte ich eventuell schon noch ein paar Positionen gutmachen können."

Die Reifen hielten das schwere Auto nicht aus

Weil die Reifen recht bald am Ende waren, sind die Rundenzeiten ebenso bald in den Keller gesunken. Wurz startete vom 13. Startplatz, konnte sich aber von Beginn an auf Platz elf positionieren. Wurz erzählt: "Das Team sagte, dass ich dran bleiben soll - aber das haben die Reifen nicht ausgehalten. Dann musste ich nach dem Restart den Trulli vorbeilassen - was ich nicht ganz verstehe, weil ich keinen Vorteil hatte, als ich im Notausgang war. Da lässt sich darüber streiten, aber okay. Und danach hatte ich dann nur noch ein Übersteuern."

Eine Art "Notboxenstopp", also ein vorgezogener Stopp, um neue Reifen auszufassen, hätte keinen Sinn gemacht, erklärt Wurz: "Wenn du schon einmal den Sprit im Tank hast - den kannst du ja nicht mehr wegzaubern." Was den Grand Prix von Belgien in Spa anbelangt, sagt Wurz nur: "Schauen wir mal - in sieben Tagen kann ich dir mehr sagen." Ob ihm ein Regenrennen in den Ardennen entgegenkommen würde? Wurz antwortet: "Du, was immer auch kommt, das nehmen wir."

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