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Trulli: "Es muss alles perfekt laufen"

31. August 2007 - 16:11 Uhr

Der Toyota-Pilot spricht im Teaminterview über sein Türkei-Rennen, das in der ersten Kurve praktisch gelaufen war, und die Aussicht auf Monza

Jarno Trulli
In der ersten Kurve lief es für Jarno Trulli in Istanbul nicht perfekt...
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Frage: "Wie enttäuschend war der Unfall in der ersten Runde für dich?"
Jarno Trulli: "Es ist sehr frustrierend, weil dein Rennen praktisch vorbei ist, bevor es angefangen hat. Die erste Kurve in Istanbul ist ein ziemliches Nadelöhr, aber ich hatte mich wieder unter den ersten Zehn qualifiziert und dachte, ich hätte eine realistische Chance, Punkte zu machen. Bis ich wieder im Rennen war und nach der ersten Runde die Linie überquerte, war nur noch ein Auto hinter mir."

Frage: "Was ist beim Start passiert?"
Trulli: "Ich hatte einen guten Start und kämpfte gerade mit Rosberg, aber als ich vor der ersten Kurve bremste, ist Fisichella mir hinten reingefahren. Das hat mich in einen Dreher gezwungen und als ich wieder ins Rennen kam, war ich ganz hinten."


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Frage: "Du hast aber schnell wieder aufgeholt."
Trulli: "Ja, ich glaube, ich habe in sechs Runden fünf Plätze aufgeholt. Besonders Jenson Button habe ich gut überholt. Aber man verliert einfach zu viel Zeit, Platz 16 beweist das. Das Auto fühlte sich sehr ausgewogen an, aber ich hatte nie eine freie Strecke, um sein Potenzial auszuschöpfen."

Frage: "Warst du das ganze Wochenende mit dem Auto zufrieden?"
Trulli: "Bei der zweiten Trainigs-Session am Freitag war ich der Viertschnellste, aber am Samstag war ich nicht ganz zufrieden. Ich hatte mich für Startplatz neun qualifiziert, aber hatte kein hundertprozentiges Vertrauen in die Bremsen. Meine Zeit beim Qualifying war daher so schnell, wie unter den Umständen möglich."

Frage: "Was denkst du über die aktuelle Wettbewerbsfähigkeit des Autos?"
Trulli: "Wir waren in den letzten Rennen recht wettbewerbsfähig, eigentlich seit Indianapolis, aber aus verschiedenen Gründen haben wir es noch nicht geschafft, die Ergebnisse zu erzielen, auf die wir hoffen. Der Kampf im mittleren Feld ist sehr eng und es muss alles perfekt laufen, wenn man ein wirklich gutes Ergebnis möchte. Doch das Auto wird immer noch besser und die Balance beim Rennen in der Türkei war gut. Es war nur schade, dass wir nie sehen konnten, wie schnell wir sind, weil wir das ganze Rennen im Verkehr steckten."

Frage: "Wurde das Auto für Istanbul wesentlich verändert?"
Trulli: "Wir hatten einen neuen Frontflügel, was auf jeden Fall ein guter Schritt war, sowie einen neuen Unterboden. Dank der harten Arbeit des Teams wird das Auto immer besser. Wir bewegen uns in die richtige Richtung, aber natürlich gibt es noch viel zu tun."

Frage: "Freust du dich auf dein Heimrennen in Monza?"
Trulli: "Ich fahre gerne Rennen in Italien, vor meinen Fans, weil ich hier viel Unterstützung bekomme. Doch vor dem Rennen kommen die Tests. Darum sollten wir abwarten, wie es in dieser Woche läuft, bevor wir irgendwelche Prognosen für das Rennen aufstellen."

Frage: "Was unterscheidet Monza von den anderen Strecken?"
Trulli: "Es ist ein sehr schneller Kurs, mit langen Geraden und langsamen Schikanen. Monza ist anders als alle anderen Strecken auf dem Kalender und daher brauchen wir ein spezielles aerodynamisches Setup für das Auto - wenig Abtrieb und wenig Luftwiderstand, damit wir auf den Geraden so schnell wie möglich sind."

Frage: "Hat die 'GPDA' Veränderungen an der Strecke gefordert?"
Trulli: "Ich habe mit den Veranstaltern als Vertreter der 'GPDA' gesprochen und das einzige Problem war die zweite Schikane. In der Auslaufzone liegt nun Asphalt statt Kies, und ich bin sicher, dass es so besser ist."

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