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Toro Rosso: Vettel zufrieden, Liuzzi will pilgern

05. August 2007 - 19:54 Uhr

Das Debüt für Toro Rosso von Sebastian Vettel verlief unaufgeregt, aber positiv - Vitantonio Liuzzi denkt nach einem erneuten Ausfall an eine Pilgerreise

Vitantonio Liuzzi Sebastian Vettel
Sebastian Vettel konnte mit Vitantonio Liuzzi (vorn) mithalten
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Sebastian Vettel stand bei Toro Rosso am Ungarn-Wochenende klar im Mittelpunkt des Interesses. Der neu verpflichtete Deutsche feierte einen guten Einstand, hielt sich aus allem Ungemach heraus und konnte mit Vitantonio Liuzzi auch im Rennen mithalten. Jedenfalls, solange dieser fuhr, denn der Italiener konnte wieder einmal ein Rennen nicht beenden.

"Das Rennen fühlte sich lang an, aber das Wichtigste ist, dass ich ins Ziel gekommen bin", so Vettel nach seinem erst zweiten Grand Prix. "Es war nicht leicht, denn im Verlauf des Rennens veränderte sich das Auto sehr, und da muss man sich als Fahrer ständig anpassen, was nicht einfach ist, wenn man das Auto nicht kennt. Das Team machte einen sehr guten Job und half mir, wenn immer möglich. Mein Start war recht gut. Insgesamt war es ein gutes Wochenende, das ich als aufregend empfand. Man muss bedenken, dass ich das Auto am Freitag erstmals fuhr."

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Liuzzi dagegen steckte früh im Verkehr fest. "Es war okay, wie mein Rennen lief, wenn man von der Tatsache absieht, dass die von uns gewählte Strategie zur Folge hatte, dass ich Zeit verlor, als ich hinter Massa feststeckte, der langsamer unterwegs war, weil er viel Benzin im Tank hatte", erklärte er. "Das sortierten wir während meines ersten Boxenstopps aus, indem wir die Strategie abänderten. Anschließend hätte es gut laufen können, denn ich war schnell unterwegs."

Doch es kam anders. "Leider trat ein Problem im Bereich der Elektronik auf", erklärte der Italiener. "Während meiner drei letzten Runden war ich auf den Geraden sehr langsam, und ich spürte, dass es an Power fehlt. Ich versuchte, weiterzufahren und Druck zu machen, aber dann stellte sich heraus, dass ich wohl nicht ins Ziel kommen würde - pro Runde war ich ungefähr drei Sekunden langsamer als zuvor. Wir müssen alles tun, unsere Standfestigkeit zu verbessern, damit ich vor Saisonende einige Rennen mehr beenden kann. Vielleicht sollten wir eine Pilgerfahrt nach Lourdes buchen."

"In einem Rennen, in dessen Verlauf wir während des Boxenstopps seine Strategie ändern mussten, machte Tonio einen guten Job", so Teamchef Franz Tost. "Nach dieser Änderung war er sehr schnell unterwegs. Leider zwang ihn ein Elektronikproblem, sein Auto abzustellen. Was Sebastian betrifft, so machte er während des gesamten Wochenendes einen sehr guten Job."

"Ihm unterliefen keine Fehler. Heute Nachmittag gelang ihm ein guter Start. Anschließend lag er hinter Tonio und ging dessen Tempo mit", lobte er. "Ein wenig Zeit verlor er, als er überrundet wurde und deshalb neben der Ideallinie fahren musste. Wir sind zufrieden mit dem, was wir an diesem Wochenende von ihm gesehen haben - für ihn waren das ja eigentlich dreitägige Testfahrten."

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