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Theissen: "Das lachende Auge überwiegt"

26. August 2007 - 17:51 Uhr

Der BMW Motorsport Direktor im Exklusiv-Interview über ein Rennen, in dem bei Heidfeld von A bis Z alles rund lief, wohingegen Kubica ein paar Probleme hatte

Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor)
Bei Mario Theissen überwiegte das lachende Auge
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Frage: "Gratulation zu weiteren wertvollen WM-Punkten. Wie ist die Stimmung bei Ihnen? Ein lachendes und ein weinendes Auge nach diesem Rennen mit dem tollen vierten Platz von Nick Heidfeld und - in Anführungszeichen - nur Platz acht für Robert Kubica?
Mario Theissen: "Ja, das kann man so sagen, wobei das Lachende überwiegt. Bei Nick war es ein sehr gutes Rennen, keinerlei Probleme. Er hat seine Chancen alle genutzt und konnte den vierten Platz zum Schluss locker nach Hause fahren."

"Und das weinende Auge ist auch nicht wirklich weinend, weil wir gestern bei Robert bewusst ein Risiko eingegangen sind. Wir wollten angreifen, wir wollten ihm die Gelegenheit geben, mit wenig Benzin und mit weichen Reifen im ersten Abschnitt des Rennens anzugreifen. Wir haben aber dann schon im Qualifying gesehen, dass sich die erwarteten Rundenzeiten nicht ganz einstellen. Wir wussten aus diesem Grund, dass es schwierig war."

"Er ist beim ersten Stopp ganz knapp hinter Kovalainen gefallen, beim zweiten ganz knapp hinter Rosberg. Sie haben jeweils ein oder zwei Runden hinter ihm den Stopp gemacht. Das kann passieren. Wir haben gewusst, dass mit dieser Strategie ein Risiko verbunden ist. Wir haben aus diesem Grund aber auch eine Chance gesucht, das werden wir auch in Zukunft tun".

Frage: "Ist es Istanbul-streckenspezifisch oder woran kann es liegen, dass sich das Blatt an der Spitze zwischen Budapest und hier so drastisch gewendet hat?"
Theissen: "Die Strecke hat eine völlig andere Charakteristik. Ungarn ist eher langsam, es gibt viele Kurven und es dreht sich dort alles um den Abtrieb. Hier befinden wir uns eher im mittleren Abtriebs-Bereich, hier kommt es auch auf die Geschwindigkeit an. Das ist eben schon eine andere Auslegung."