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Sutil-Kolumne: Der absolute Wahnsinn!

27. August 2007 - 17:59 Uhr

Adrian Sutil staunt in seiner aktuellen Kolumne über die eurasische Metropole Istanbul und lässt sein Rennwochenende Revue passieren

Adrian Sutil
Sommer, Sonne, schöne Frauen: In Istanbul fühlt man sich einfach wohl
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Ich hatte schon viel über den Grand Prix in Istanbul gehört, aber man muss ihn wirklich einmal erleben. Was in Istanbul so an Verkehrschaos abgeht, schlägt so ziemlich alles, was ich bisher erlebt habe. Rund 16 Millionen Einwohner soll die Stadt inoffiziell haben. Und die scheinen 24 Stunden auf der Straße zu sein. Aber die Stadt hat auch unglaublich schöne Plätze. Es gibt beeindruckende Stellen wie zum Beispiel die Sicht auf den Bosporus mit seinen Brücken, die den gesamten Verkehr von der europäischen Seite auf die asiatische bringen. Einen solch beeindruckenden Anblick habe ich noch nicht gesehen.

Am Donnerstagmorgen gab es erstmal eine große Enttäuschung, als man mir sagte, dass wir das neue Auto leider nicht einsetzen können. Den Crashtest hatte das Auto nicht bestanden. Also durften wir es auch nicht einsetzen und wir mussten das alte noch mal rausholen. Ein paar Stunden hat es schon gedauert, bis sich die Enttäuschung bei mir gelegt hatte.

Begeistert von der Strecke in Istanbul

Adrian Sutil
Die Strecke in Istanbul zählt zu den beliebtesten im Formel-1-Kalender
© xpb.cc

Am Freitag hat mir dann aber die Rennstrecke in Istanbul so viel Spaß gemacht, dass ich das neue Auto schnell vergessen hatte. Außerdem hatte ich den Eindruck, dass unser Auto ganz ordentlich funktioniert.

Das Qualifying lief für mich wie gewohnt - P21 vor meinem Teamkollegen. Diesmal kamen uns die Probleme von Barrichello und Button noch entgegen, die beide ans Ende der Startaufstellung mussten, weil der Motor gewechselt wurde.

So kam ich vor auf P19 und hatte einen guten Start und konnte mich auch aus dem Getümmel in der ersten Kurve raushalten. Die beiden Honda kamen aufgrund ihres deutlich höheren Topspeeds recht schnell vorbei, dafür konnte ich Sato hinter mir halten und Sebastian Vettel im Toro Rosso wie ein Schatten folgen. Ich lag rund 0,5 Sekunden hinter ihm, als ich meinen ersten Boxenstopp planmäßig angehen wollte. Probleme mit dem Benzindruck machten mir aber einen Strich durch die Rechnung: An der Box starb der Motor wegen der Probleme ab und ließ sich nicht mehr sofort starten.

Zurück ins Rennen mit großem Rückstand

Sebastian Vettel vor Adrian Sutil
Nach einem Superstart war der Speed ähnlich wie jener von Sebastian Vettel
© xpb.cc

Weil mein Kollege Yamamoto in der nächsten Runde zum Stopp kam und er nicht behindert werden sollte durch mein stehendes Auto, wurde ich in die Box geschoben, was mich viel Zeit kostete. Anschließend haben meine Jungs das Auto wieder starten können und mich mit einem großen Rückstand wieder ins Rennen geschickt, das für mich doch noch früher endete als geplant. In der letzten Runde ging es nicht mehr richtig vorwärts und ich bekam die Anweisung, das Auto abzustellen, bevor noch mehr kaputt geht. Zu verlieren hatte ich eh nichts mehr.

Am Dienstag haben wir den nächsten Crashtest - und alle im Team sind überzeugt, dass wir den bestehen. Dann können wir das neue Auto in Monza testen und auch im nächsten Rennen in Monza einsetzen. Dann sind wir auch schlauer, wie nahe wir an den vor uns liegenden Teams dran sind. Ohne Probleme war ich diesmal schon verdammt nahe dran.

Adrian Sutil

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