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Spyker wehrt sich gegen angeblichen Insolvenz-Antrag

29. August 2007 - 11:03 Uhr

Ein Bericht einer niederländischen Zeitung über einen angeblichen Insolvenz-Antrag kommt für Spyker genau zur falschen Zeit

Spyker MF1 Racing
Bei Spyker herrscht derzeit eine Unruhe, die es zu stabilisieren gilt
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Der niederländische Sportwagenbauer Spyker macht derzeit eine turbulente Zeit durch. Weil man in einen Liquiditäts-Engpass geraten ist, sieht man sich gezwungen, Teile oder das ganze Formel-1-Team zu verkaufen.

Der Rennstall an sich soll jedoch keine finanziellen Probleme haben und die Saison auf jeden Fall zu Ende fahren können. Dennoch sorgen diese Schlagzeilen sowohl in der Wirtschaft als auch in der "Königsklasse des Motorsports" für Unruhe.

Am Dienstag hatte das 'Algemeen Dagblad' berichtet, dass zwei Gläubiger einen Insolvenz-Antrag gegen den Sportwagenbauer beantragt haben, da insgesamt Rechnungen in Höhe von 300.000 Euro nicht beglichen worden sein sollen. Dabei handele es sich um das Versicherungsunternehmen 'Zurich' sowie um eine Einzelperson.

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An der Börse fiel der Kurs der Spyker-Aktie zunächst um 12 Prozent, bevor der Handel ausgesetzt wurde, nachdem Spyker erklärt hatte, dass der Bericht nicht ganz korrekt sei.

Ein Sprecher des Unternehmens bestätigte, dass man 'Zurich' Geld schulde, dass es aber derzeit Gespräche mit dem Unternehmen gebe, da Spyker eine Rechnung gestellt wurde, die höher als erwartet ausfiel. Man sei sich jedoch sicher, eine Lösung zu finden.

In Bezug auf die angesprochene Einzelperson, der Spyker Geld schulde, habe man keine Ahnung, um wen es sich dabei handeln soll. Gegen den laut Spyker falschen Bericht möchte man nun rechtliche Schritte einleiten.

Das Team, das sich derzeit aus noch unbekannten Gründen von Chefdesigner John McQuilliam getrennt hat, zuletzt beim Großen Preis der Türkei in Istanbul nicht wie geplant mit dem B-Modell an den Start gehen konnte, weil man einen Crash-Test nicht bestand, kann die ganzen Negativ-Schlagzeilen angesichts der parallel geführten Verkaufsverhandlungen im Moment eigentlich nicht gebrauchen.

Sollte der Sportwagenbauer Spyker tatsächlich insolvent werden, könnte sich dies auch auf das Formel-1-Team auswirken, was eine Katastrophe wäre, weil der Rennstall laut dem Concorde Agreement bei einer Auflösung alle Ansprüche auf Einnahmen aus dem Verkauf der Fernsehrechte verlieren und damit massiv an Wert einbüßen würde.

Sollte man nach einer Insolvenz auch 2008 in den Händen eines neuen Besitzers an den Start gehen, so würde man als neues Team angesehen werden, das sich diese Beteiligung erst durch eine Platzierung in der Konstrukteurswertung innerhalb der Top 10 verdienen muss.