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Räikkönen: "Müssen auf Probleme der Konkurrenz hoffen"

22. August 2007 - 11:05 Uhr

Der Ferrari-Pilot über seinen Sommerurlaub, den bevorstehenden Schlussspurt in der WM, das Duell gegen McLaren-Mercedes und den Kurs von Istanbul

Kimi Räikkönen
Räikkönen hofft, dass Ferrari auch in der "Sommerpause" Fortschritte gemacht hat
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Die kurze "Sommerpause" in der Formel 1 findet am Donnerstag ihr Ende, wenn auch die Fahrer in Istanbul eintreffen, um sich auf das Grand-Prix-Wochenende in der Türkei vorzubereiten: "Die Ferien sind vorbei und sie waren so, wie ich das erhofft hatte", so Kimi Räikkönen. "Ich habe mit meiner Familie und mit meinen besten Freunden den finnischen Sommer genossen."

"Wir sind ans Meer gefahren, fuhren etwas Motocross, spielten Tennis und - was am wichtigsten war - wir entspannten uns", fährt der Ferrari-Pilot fort. "Nun bin ich wieder bereit, um auf die Strecke zurückzukehren. Wir müssen uns dem letzten Teil der Saison stellen, jenem Teil, in dem alles entschieden werden wird."

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Drei Rennen und ein Test innerhalb von vier Wochen

Kimi Räikkönen
Neben drei Rennen steht innerhalb eines Monats auch ein Test auf dem Programm
© xpb.cc

"Es gibt innerhalb von vier Wochen drei Rennen plus einen Test: Dies ist für alle sicherlich eine sehr arbeitsame Zeit, aber wir fahren auf Strecken, die zu meinen Favoriten zählen: Istanbul, Monza und Spa-Francorchamps", so der 27-Jährige weiter.

"Ich denke, dass dies Strecken sind, auf denen Ferrari sehr konkurrenzfähig sein sollte. Es gibt dort keine Eigenschaften, die gegen uns sprechen."

Teamwork als Schlüssel zum Erfolg?

Kimi Räikkönen Ferrari
Bei Ferrari ziehen laut Räikkönen alle an einem Strang
© xpb.cc

"Das ganze Team arbeitet zusammen, um zu versuchen, den Punkterückstand gutzumachen. In Maranello haben sie in den vergangenen Tagen nicht aufgehört zu arbeiten. Ich habe mit den Technikern gesprochen, und sie haben mir gesagt, dass wir ein paar neue Entwicklungen am Auto haben."

In der Schlussphase der Weltmeisterschaft baut der Finne vor allem auf den Zusammenhalt im Team: "Es herrscht im Team eine großartige Harmonie. Nun verstehe ich den Unterschied, im Vergleich zu den anderen Teams ein Ferrari-Fahrer zu sein. Wir konzentrieren uns nur darauf, was wir zu tun haben, zu 100 Prozent."

Räikkönen hat weniger zu verlieren

Kimi Räikkönen
Kimi Räikkönen ist bereit, für den Titelgewinn viel zu riskieren
© xpb.cc

"Ich werde die letzten drei Rennen mit derselben Stimmung angehen wie jene zuvor: Ich werde versuchen zu gewinnen und so viele Punkte wie möglich zu sammeln. Wir müssen unser Bestes geben und hoffen, dass jene vor uns kleine Probleme haben. Ich habe nicht viel zu verlieren, ich kann also mehr riskieren als meine Kollegen bei McLaren."

"Sechs Rennen können als nur wenig angesehen werden, aber für jene, die in Führung liegen, ist das eine Menge", fährt der Rennfahrer aus Espoo mit den Psychospielchen fort. "Das haben wir vergangenes Wochenende bei der Rallye Deutschland gesehen, wo Grönholm einen hohen Preis für einen schlechten Tag zahlte."

Istanbul sollte Ferrari liegen

Fernando Alonso Juan-Pablo Montoya Kimi Räikkönen
Im Jahr 2005 sicherte sich Räikkönen den Premierensieg am Bosporus
© xpb.cc

"Für die Türkei sind wir optimistisch. Ich habe dort das erste Rennen gewonnen, was mir ein sehr besonderes Gefühl beschert hat. Die Strecke ist ähnlich jener von Silverstone und Spa-Francorchamps, wo die aerodynamische Effizienz eine Menge zählt. Und zudem fahren wir gegen den Uhrzeigersinn. Das ändert nichts an der Technik, aber der Nacken des Fahrers wird anders leiden."

"Jeder redet über Kurve 8. Sie hat nicht die Faszination wie die 'Eau Rouge', aber sie ist auf ihre eigene Weise sehr anspruchsvoll", fährt der Rennfahrer fort. "Es ist wirklich schön, neue Arten schneller Kurven zu haben, durch die wir am Limit durchfahren - jeder will immer mehr haben. Ich kann den Freitagmorgen kaum erwarten, wenn ich meine Runden am Steuer meines Ferraris fahren kann."