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Nur halbe Freude bei "leerem" Dennis

05. August 2007 - 16:57 Uhr

McLaren-Mercedes-Teamchef Ron Dennis kann sich über den Sieg von Lewis Hamilton am Hungaroring nicht so richtig freuen

Ron Dennis
Hat sich schon mehr über Siege gefreut als am Hungaroring: Ron Dennis
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Spionageaffäre, Blockadeskandal, Spannungen zwischen seinen beiden Fahrern - McLaren-Mercedes-Teamchef Ron Dennis hat es momentan nicht leicht. Das war ihm heute nach dem Sieg von Lewis Hamilton und dem vierten Platz von Fernando Alonso in Ungarn auch anzusehen, denn richtig freuen konnte er sich über das Resultat nicht.

"Nach diesem extrem schwierigen Wochenende fühle ich mich leer", erklärte er vor versammelten Journalisten. "Ich bin ausgelaugt, da ist es schwierig, noch Emotionen zu zeigen. Was gestern passiert ist, ist inakzeptabel. Wir setzen uns sehr für Gleichbehandlung ein, aber wenn man das versucht, kann es auch immer mal daneben geben. Dadurch waren wir in einer schwierigen Position und deshalb haben wir unsere Konstrukteurspunkte verloren."

Die wurden den Silberpfeilen nach den gestrigen Ereignissen im Qualifying nämlich von der Rennleitung im Vorhinein aberkannt, so dass Dennis auch nicht bei der Siegerehrung auf das Podest steigen durfte, um den Konstrukteurspokal entgegenzunehmen. Nach wie vor ist er aber der Meinung, dass Alonso an der ganzen Affäre nicht schuld war: "Ich denke, keiner der Fahrer hatte Schuld", revidierte er seine Aussagen von gestern, als er noch Hamilton dafür verantwortlich gemacht hatte.

"Da gibt es Frust und manchmal auch Misstrauen zwischen ihnen."
Ron Dennis

Zumindest gab der Brite aber zu, dass die Stimmung zwischen seinen beiden Superstars derzeit ein wenig vergiftet ist: "Es herrscht unglaublicher Druck im Team, der daher kommt, dass die beiden in der Weltmeisterschaft führen und jeden Vorteil nutzen wollen. Da gibt es Frust und manchmal auch Misstrauen zwischen ihnen, aber wir halten an der Gleichberechtigung fest. Ich hoffe, dass die Pause nun für ein bisschen Abkühlung sorgt. Ich werde mein Bestes dazu beitragen", seufzte er.

Doch obwohl er einen sichtlich gezeichneten Eindruck machte, überwog am Ende der Dennis-Bilanz dann doch das Positive: "Immerhin führen wir noch in beiden Weltmeisterschaften, das muss man auch einmal sagen", gab er abschließend zu Protokoll. "Wir mussten hier emotional gesehen einen schweren Rückschlag hinnehmen, aber wir müssen weiter hart arbeiten und uns nach vorne entwickeln."

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