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Nur Schumacher bangt noch um die Zukunft

23. August 2007 - 11:44 Uhr

Während alle anderen deutschen Formel-1-Piloten ihre Cockpits für 2008 sicher haben, muss Ralf Schumacher um seine Zukunft bei Toyota zittern

Ralf Schumacher und Hans Mahr
Ralf Schumacher mit seinem Manager Hans Mahr im Formel-1-Fahrerlager
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com/sid) - Alle deutschen Fahrer haben auch für die kommende Formel-1-Saison ein Cockpit sicher, zumindest fast alle. Nach der erwarteten Vertragsverlängerung von Nick Heidfeld mit dem BMW Sauber F1 Team muss nur noch Ralf Schumacher weiter um seinen Platz für 2008 bangen. Der Druck auf den Kerpener erhöht sich damit vor dem Grand Prix der Türkei in Istanbul am Sonntag weiter. Schumacher fährt im letzten Saisondrittel vor allem um seine Zukunft.

Nicht nur, dass Toyota den 32-Jährigen bei den Vertragsverhandlungen hinhält, nun könnte auch noch ausgerechnet in Williams-Pilot Nico Rosberg ein Deutscher seinem Landsmann den womöglich letzten Strohhalm streitig machen. Denn trotz der Beteuerungen von Teamchef Frank Williams, Rosberg sei "unverkäuflich", wird über einen Wechsel des Wiesbadeners zu den Japanern spekuliert.

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Kein schneller Vertragsabschluss zu erwarten

"Das Thema wird noch Zeit in Anspruch nehmen."
Hans Mahr

Schumachers Manager Hans Mahr räumte inzwischen im Hinblick auf die Verhandlungen mit Toyota ein, dass "das Thema noch Zeit in Anspruch nehmen wird". Es gebe "einige Möglichkeiten". Doch die meisten Hoffnungsfunken sind erloschen, weil Schumacher in der laufenden Saison mit wenigen Ausnahmen enttäuscht hat und die meisten Fahrerpaarungen für 2008 fixiert sind. Dennoch erklärte er zuletzt immer wieder, sicher zu sein, auch künftig Formel 1 zu fahren.

Die "Salzburger Option" hat sich für den Wahlösterreicher Schumacher jedenfalls zerschlagen: Toro-Rosso-Teileigner Gerhard Berger bestätigte der 'Sport Bild', dass man mit dem jüngeren Bruder des Rekordweltmeisters Michael Schumacher zwar Gespräche geführt habe, ein Platz zugesichert worden sei dem Toyota-Piloten dabei aber nicht.

"Es wurden Absprachen gebrochen", behauptet dagegen Schumacher. Sein langjähriger Vertrauter Franz Tost führt neben Berger das Red-Bull-Zweitteam. Der Heppenheimer Sebastian Vettel und Sébastien Bourdais aus Frankreich bilden dort künftig das Pilotenduo.

Und auch der Letzte im Bunde, Adrian Sutil aus Gräfelfing, kann für 2008 planen. Zwar sei die Fahrerpaarung noch nicht festgelegt, erklärte Spyker-Teamchef Collin Kolles, aber Sutil ist fest vorgesehen. Zudem gibt sich Kolles trotz der jüngsten Finanzschwierigkeiten sicher: "Wir werden auch 2008 hier sein."

Kolles weiß von Toyotas Interesse an Rosberg

"Toyota will Nico Rosberg."
Colin Kolles

Eine Hoffnung für Schumacher bleibt: Obwohl Kolles als Insider erklärte, "Toyota will Nico Rosberg", dürfte sich der zuletzt so hoch gelobte 22-Jährige einen mittelfristigen Wechsel zu einem Topteam nicht verbauen wollen. Rosbergs Vertrag bei Williams läuft 2008 aus, schnell dürfte er dann auch für die besten Cockpits der Branche interessant werden.

Vater Keke hat bereits angedeutet, dass die Zukunftsplanung seines talentierten Filius nicht wegen der Schnelllebigkeit des Geschäfts über den Haufen geworfen werden soll: "Man muss cool bleiben und das Richtige zum richten Zeitpunkt tun", sagte Rosberg sen.

Sein Sohn hat die sich zuletzt häufenden Komplimente erfreut vernommen: "Im Moment bin ich sehr zufrieden im Team. Es kann aber für einen Fahrer nichts Besseres passieren, als dass auch andere Teams Interesse zeigen. So was nennt man eine gute Zukunftsperspektive."

Davon kann bei seinem deutschen Kollegen Ralf Schumacher nicht die Rede sein...

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