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Nur Konstrukteurswertung wird zunächst vorläufig sein

05. August 2007 - 12:19 Uhr

Nach dem Einspruch von McLaren-Mercedes gegen die Bestrafung nach dem Qualifying wird nach dem Rennen nur die Konstrukteurswertung vorläufig sein

Fernando Alonso
Für Fernando Alonso wird es heute schwer, auf Lewis Hamilton aufzuholen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com/sid) - Nach dem "Boxenstopp-Skandal" von Budapest hat Formel-1-Weltmeister Fernando Alonso seine Pole Position verloren und ist in der Startaufstellung für den Großen Preis von Ungarn um fünf Plätze zurückversetzt worden.

Noch härter wurde Alonsos Arbeitgeber McLaren-Mercedes bestraft: Das Team bekommt beim elften WM-Lauf keine Punkte für die Konstrukteurswertung. Das entschieden die Rennkommissare des Automobilweltverbandes FIA nach mehrstündigen Beratungen in der Nacht zum Sonntag.

McLaren-Mercedes legte gegen die Entscheidung umgehend Berufung ein. Nach Aussagen einer FIA-Sprecherin wird diese Verhandlung vor dem Berufungsgericht erst in den nächsten Wochen stattfinden. Es bestehe keine Chance auf einen Protest gegen den Rennausgang in Budapest. Deshalb könne sich der Einspruch nur gegen den Punktabzug in der Konstrukteurswertung richten.

Das bedeutet: Das Rennergebnis wird - vorbehaltlich möglicherer Disqualifikationen oder anderer Strafen - offiziell sein, aber es wird erst zu einem späteren Zeitpunkt feststehen, ob McLaren-Mercedes die im Rennen durch Lewis Hamilton und Fernando Alonso etwaigen eingefahrenen WM-Punkte doch noch für die Konstrukteurswertung gutgeschrieben bekommt. Zunächst werden diese dem Team nicht gutgeschrieben.

Nach der FIA-Entscheidung geht der zweite McLaren-Mercedes-Pilot Lewis Hamilton von der Pole Position ins Rennen, der Mönchengladbacher Nick Heidfeld steht im BMW Sauber F1 auf Rang zwei. Alonso fiel auf Platz sechs zurück.

Als Grund für die Strafe wurde die "unnötige Behinderung" von Alonso für seinen Teamkollegen Hamilton genannt. Der Spanier hatte seinen letzten Boxenstopp so lange ausgedehnt, bis Hamilton keine schnelle Runde mehr fahren konnte.

Alonso begründete den Vorfall mit Anweisungen seines Teams. McLaren-Mercedes wurde für schuldig befunden, den "Interessen des Motorsports geschadet zu haben". Deshalb wurde der Punktabzug für den Rennstall ausgesprochen.

Vor der Verkündung der Strafe hatte die FIA mit der offiziellen Bestätigung der Qualifikationsresultate den Anschein erweckt, dass Alonso für seine Park-Aktion keine Konsequenzen fürchten muss.

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