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Lee: "Hektischer Terminplan in den nächsten Wochen"

20. August 2007 - 19:46 Uhr

Kevin Lee, Chief-Operations-Officer des Super-Aguri-Teams, beleuchtet die bevorstehenden Rennen aus Sicht eines Logistikexperten

Super Aguri F1 Team
Das Super-Aguri-Team bereitet sich auf die nächsten Rennen intensiv vor
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Frage: "Kevin, was sind als Chief-Operations-Officer deine Hauptaufgaben bei Super Aguri?"
Kevin Lee: "Meine Aufgabe spielt sich hauptsächlich in der Fabrik ab, daher besteht ein Großteil meines Jobs darin, sicherzustellen, dass die Fabrik alles unternimmt, um das Rennteam zu unterstützen und ihnen das bestmögliche Backup zu sein. Das Super-Aguri-Team ist nach gegenwärtigen Standards sehr klein, aber wir haben eine exzellente Mannschaft, die fortlaufend danach strebt, den bestmöglichen Job mit den Ressourcen, die wir haben, zu machen. Unser Ziel ist es, sicherzustellen, dass das Team bei jedem Rennen die Möglichkeit hat, ein Auto einzusetzen, dass so schnell und standfest wie möglich ist."

Frage: "Das jährliche Testverbot zu Saisonmitte ist gerade zu Ende gegangen. Was ist bei Super Aguri in dieser Phase passiert?"
Lee: "Die Sommerpause gibt dem Team einmal Gelegenheit zum Durchatmen, während die Mitglieder des reisenden Rennteams Urlaub machen können. Gleichzeitig pusht die Belegschaft der Fabrik in Leafield aber weiter, was Performance und Standfestigkeit für die letzten sechs Grands Prix der Saison angeht. Wir arbeiten hart an der Aerodynamik des Autos, am Setup für den Italien-Grand-Prix, der sehr schnell ist und wenig Downforce mit sich bringt, während wir gleichzeitig auch Performanceteile für die anderen Rennen evaluieren."

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Frage: "Wie bereitet sich das Team auf den Grand Prix der Türkei vor?"
Lee: "Der Türkei-Grand-Prix ist das erste von vier Rennen, während derer die Autos nicht in die Fabrik zurückkehren, also sind in Sachen Vorbereitung der Autos und in puncto Ersatzteile besondere Faktoren in Betracht zu ziehen. Wir haben einige Weiterentwicklungen des Autos, die uns hoffentlich ermöglichen werden, unsere Performance zu halten und die Position in der Weltmeisterschaft zu konsolidieren. Unser Resultat im Vorjahr war enttäuschend, denn ein Auto drehte sich von der Strecke und Takuma (Sato; Anm. d. Red.) hatte nach einem Zwischenfall in der ersten Kurve großen Rückstand, weil er zu einem langen Reparaturstopp an die Box kommen musste. Dieses Jahr wünschen wir uns, dass beide Autos ins Ziel kommen und dabei ihr volles Potenzial abrufen können."

Frage: "Istanbul ist die neueste der europäischen Strecken, auf der gefahren wird. Wie passt die Veranstaltung deiner Meinung nach in den Formel-1-Kalender?"
Lee: "Ich war im Vorjahr beim Grand Prix in Istanbul und war beeindruckt von den Anlagen. Ich glaube, sie haben die Infrastruktur für das diesjährige Rennen weiter verbessert. Das Timing ist als erstes Rennen nach der Sommerpause gut, denn es ist für die Transporter eine ganz schöne Reise, für die man während der dreiwöchigen Pause Zeit hat. Die Strecke selbst gehört meiner Meinung nach zu den interessanteren modernen Strecken, mit einer Mischung aus langsamen und schnellen Kurven und einigen großen Höhenunterschieden."

Frage: "Die Reise in die Türkei führt über zwei Kontinente. Welche besonderen Herausforderungen stellt dies ans Team?"
Lee: "Wie erwähnt ist der Türkei-Grand-Prix das erste von effektiv drei Rennen hintereinander, was bedeutet, dass die Renntransporter zwischendurch nicht in die Fabrik nach Leafield zurückkehren können. Dadurch müssen die LKWs zusätzliche Ersatzteile mit sich führen. Die Fabriksmitarbeiter planen bereits die Lieferungen nach Monza und Spa, um dort die Ersatzteillager wieder aufzufüllen. Es gibt nach dem Türkei-Grand-Prix auch einen Test in Monza, was die Logistik zusätzlich verkompliziert. Aufgrund der Größe unseres Teams müssen einige der Ingenieure und der Belegschaft das Rennen und den Test besuchen, genau wie die Fahrer. Das bedeutet in den nächsten Wochen einen hektischen Terminplan."