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Drittes Training: Duell Silber vs. Rot geht weiter

25. August 2007 - 11:02 Uhr

Lewis Hamilton erzielte im dritten Freien Training in Istanbul Bestzeit vor seinen drei WM-Rivalen - Nico Rosberg Fünfter, Nick Heidfeld Sechster

Lewis Hamilton
Lewis Hamilton brach heute Morgen die bisherige Dominanz der beiden Ferraris
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Mörderische 35 Grad Luft- und 44 Grad Asphalttemperatur herrschten bereits heute Morgen während des dritten Freien Trainings zum Grand Prix der Türkei in Istanbul, so dass sich die 22 Fahrer und elf Teams auf ein heißes Qualifying einstellen müssen - und zwar nicht nur vom Wetter her: Auch sportlich ist Spannung an diesem Wochenende garantiert.

In den 60 Minuten am Samstagmorgen ging das WM-Duell zwischen McLaren-Mercedes und Ferrari weiter, wobei die Silberpfeile erstmals wirklich gleichziehen konnten. Lewis Hamilton (McLaren-Mercedes/12 Runden) markierte in 1:27.325 Minuten sogar eine neue Gesamtbestzeit aller Sessions, hatte aber die Ferrari-Stars Felipe Massa (+ 0,041/15 Runden) und Kimi Räikkönen (+ 0,181/16 Runden) in seinem Windschatten. Nur Fernando Alonso (McLaren-Mercedes/+ 0,418/13 Runden) musste ein wenig abreißen lassen.

Hamilton mit Problemen zu Beginn

Die beiden Topteams zogen für den letzten Run wie alle anderen auch einmalig die weichen Bridgestone-Reifen auf, konnten sich damit aber nicht mehr steigern. Was ansonsten an der Spitze los war? Hamilton blieb gleich bei der ersten Ausfahrt am Ende der Boxengasse stehen, konnte dann aber wieder ins Geschehen eingreifen und drehte sich ganz zum Schluss wegen eines ausbrechenden Hecks, und Räikkönen ließ sich 40 Minuten Zeit, bis er erstmals eine wirklich schnelle Runde hinlegte.

Mit einem Respektabstand von 0,731 Sekunden auf die Spitze folgte der starke Nico Rosberg (Williams-Toyota/16 Runden) als bester Verfolger an fünfter Position. Der Deutsche war am Ende einer der wenigen Piloten, die sich mit weichen Reifen zumindest um ein paar Zehntelsekunden steigern konnten - genau wie auch sein Landsmann Nick Heidfeld (BMW Sauber F1 Team/+ 0,859/18 Runden), der solider Sechster wurde.

Die Top 12 wurden komplettiert von Robert Kubica (BMW Sauber F1 Team/+ 0,899/21 Runden), Giancarlo Fisichella (Renault/+ 0,936/20 Runden), Mark Webber (Red-Bull-Renault/+ 1,012/15 Runden), Heikki Kovalainen (Renault/+ 1,039/17 Runden), Alexander Wurz (Williams-Toyota/+ 1,088/16 Runden) und David Coulthard (Red-Bull-Renault/+ 1,123/14 Runden). Auffällig: Zwischen Platz fünf und 15 lag weniger als eine halbe Sekunde, was zeigt, wie eng es im Mittelfeld wieder einmal zugeht.

Schumacher nicht in den Top 10

Mittendrin in diesem Getümmel einmal mehr Ralf Schumacher (13./Toyota/+ 1,156/20 Runden), der zu Beginn der Session gemeinsam mit seinem Teamkollegen Jarno Trulli (14./+ 1,195/21 Runden) das Klassement anführte, am Ende aber nicht mehr entscheidend zulegen konnte. Dennoch sollte Toyota am Nachmittag mit einem guten Qualifying dazu in der Lage sein, beide Autos in die Top 10 zu bringen - und vielleicht sogar auch noch ein Kundenauto von Williams als Bonus.

Ralf Schumacher
Ralf Schumacher fiel im Laufe der Trainingssession immer weiter zurück
© Toyota

Die weiteren Deutschen: Sebastian Vettel (19./+ 2,083/19 Runden) war wieder langsamer als sein Toro-Rosso-Ferrari-Teamkollege Vitantonio Liuzzi (18./+ 1,612/20 Runden), während Adrian Sutil (21./+ 2,719/22 Runden) bei Spyker-Ferrari das Kräfteverhältnis zurechtrückte und seinem immer schneller werdenden Stallgefährten Sakon Yamamoto (+ 3,387/21 Runden) aus Japan mehr als eine halbe Sekunde abnahm.

Sato mit einem Dreher in Kurve drei

Im Verlauf der Session kam es wieder zu mehreren Ausritten, die allerdings alle ohne gröbere Folgen blieben. Allerdings scheint die Strecke inzwischen etwas griffiger zu sein als gestern. Ansonsten rollte nur Jenson Button (15./Honda/+ 1,223/16 Runden) knapp vor Halbzeit mit technischen Problemen an die Box zurück, während sich Takuma Sato (20./Super-Aguri-Honda/+ 2,111/14 Runden) an der gleichen Stelle drehte wie sein Teamkollege gestern - und aussteigen musste, weil er im Kiesbett stecken blieb.

Das Qualifying am Nachmittag (ab 12:55 Uhr im Live-Ticker von 'Motorsport-Total.com') verspricht damit eine spannende Angelegenheit zu werden, denn der Kampf um die Pole Position ist ebenso schwierig vorherzusehen wie das Gerangel um die Top 10, für die diesmal mindestens 15 Fahrer in Frage kommen. Und noch etwas spielt eine Rolle: Bei bis zu 40 Grad Lufttemperatur wird auch die körperliche Verfassung zu einem starken Resultat beitragen...

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