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Hamilton: "Wir haben wieder PlayStation gespielt"

24. August 2007 - 17:53 Uhr

Friede, Freude, Eierkuchen bei McLaren-Mercedes: Lewis Hamilton sagt, dass er mit Fernando Alonso sogar wieder PlayStation spielt

Lewis Hamilton
Hamilton hätte nicht damit gerechnet, dass es so harmonisch ablaufen würde
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Ende gut, alles gut - der "Krieg der Sterne" ist offenbar beendet! Gestern trommelte McLaren-Mercedes in Istanbul seine beiden Fahrer zusammen - zunächst zu Einzelgesprächen mit der Teamführung, dann zu einem gemeinsamen Meeting, bei dem die Unstimmigkeiten von Ungarn offenbar aus der Welt geräumt wurden.

Fernando Alonso erklärte heute im Fahrerlager jedenfalls, der Streit werde ihm und Lewis Hamilton "angedichtet", und auch Hamilton sieht die Situation nun wieder wesentlich entspannter. Zwar habe es sehr wohl Differenzen gegeben, doch die dreiwöchige Sommerpause dürfte allen Beteiligten gut getan haben, um einmal die Gemüter zu beruhigen. Bei der gestrigen Aussprache gab es jedenfalls jede Menge Entschuldigungen - und jetzt anscheinend wieder Friede, Freude Eierkuchen.

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Hamilton von neuer Harmonie überrascht

"Es sieht viel besser aus, als man sich nach dem letzten Rennen hätte vorstellen können."
Lewis Hamilton

"Es sieht viel besser aus, als man sich nach dem letzten Rennen hätte vorstellen können", so Hamilton. "Alles war so schlecht, wie es sein kann. Viel davon kam von der Presse, die immer schreiben, dass Fernando und ich im Krieg stehen. Dadurch verkaufen sie mehr Zeitungen, aber es gibt keinen Krieg. Wir sind sehr wettbewerbsorientierte Fahrer, die Weltmeister werden wollen, aber trotzdem respektieren wir einander, trotzdem wollen wir gut miteinander auskommen."

"Es ist eine Tatsache, dass wir gut miteinander auskommen. Wir haben kein Problem miteinander, wir haben keinen Streit und raufen nicht. Wir sind nur sehr ehrgeizige Rennfahrer", bestätigte der 22-Jährige die Kommentare seines Teamkollegen. "Beste Freunde kann man nicht sein. Das ist immer schwierig, wenn du gegen jemanden aus dem eigenen Team antrittst, aber wir verstehen uns. Heute haben wir sogar wieder PlayStation gespielt."

Das klärende Gespräch gestern habe in etwa so ausgesehen: "Ich entschuldige mich, du entschuldigst dich - lassen wir es hinter uns und geben wir für den Rest des Jahres wieder alles", schilderte Hamilton. "Auch Ron (Dennis; Anm. d. Red.) hatte einen guten Urlaub und hatte Zeit, sich seine Handlungen durch den Kopf gehen zu lassen, genau wie ich und Fernando. Wir alle haben etwas gelernt, so dass ich jetzt ganz frisch in dieses Rennen hineingehen kann."

Team will die Zügel in der Hand halten

"Man hat uns versichert, dass wir gleich behandelt werden und dass wir gleiche Möglichkeiten haben."
Lewis Hamilton

Seitens des Teammanagements ging es vor allem um eines: den beiden Fahrern klarzumachen, dass die Interessen von McLaren-Mercedes vor persönlichen Interessen anzustellen sind - und ihnen zu zeigen, dass sie im Endeffekt nur Angestellte sind. Die Eigendynamik, die die Ereignisse in Ungarn hatten, gilt es nämlich zu vermeiden, schließlich könnte man sich so in der Weltmeisterschaft unter Umständen selbst schlagen.

Hamilton war noch etwas anderes wichtig: "Man hat uns versichert, dass wir gleich behandelt werden und dass wir gleiche Möglichkeiten haben", teilte der WM-Leader mit. "Fernando und ich müssen pushen, aber es gibt keinen Krieg zwischen uns. Wir müssen als Team zusammenarbeiten, um die Konstrukteurs- und Fahrer-WM zu gewinnen. Wenn ich gewinne, ist es toll für das Team, wenn Fernando gewinnt auch. Aber wir müssen für das Team und für uns arbeiten."