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Gemischte Gefühle beim BMW Sauber F1 Team

26. August 2007 - 17:18 Uhr

Während Nick Heidfeld als Vierter einmal mehr das Maximum möglich machte, war Robert Kubica mit seinem Auto unzufrieden und wurde nur Achter

Nick Heidfeld vor Fernando Alonso
Nick Heidfeld vor Fernando Alonso: Das kennt man doch...
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Zum siebten Mal in der Saison und zum fünften Mal in Folge fuhr das BMW Sauber F1 Team mit beiden Autos in die Punkte. Nick Heidfeld kam beim Großen Preis der Türkei als Vierter ins Ziel, Robert Kubica wurde in Istanbul Achter.

Heidfeld war glücklich: "Ich freue mich sehr über dieses Ergebnis. Das Team hat super gearbeitet. Die Rennstrategie, die Reifenwahl, die Stopps - es hat alles optimal gepasst. Wir haben das Maximale aus unseren Möglichkeiten herausgeholt."

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"Vor allem der Start hat riesig Spaß gemacht. Ich bin auf der schmutzigen Fahrbahnseite erst gar nicht so gut weggekommen, konnte dann aber außen an den anderen vorbeifahren. Ich habe vor Kurve eins sehr spät gebremst. Fernando Alonso und ich sind uns wieder einmal sehr nahe gekommen."

"Natürlich hatte ich einen Funken Hoffnung, dass ich ihn auch langfristig hinter mir halten kann, aber uns war schon klar, dass er später tanken würde. Nach dem ersten Stopp war er vor mir und auch schneller. Ich bin über die gesamte Distanz sehr hart gefahren, erst in den letzten Runden habe ich etwas Druck rausgenommen."

"Es war ein sehr hartes Rennen", so Kubica. "Ich war einfach nicht schnell genug. Sogar als ich im ersten Stint leichter war, konnte ich keinen Vorsprung herausfahren. Bei jedem Boxenstopp hat mich jemand überholt. Mir hat es im gesamten Rennen an Speed gefehlt, so konnte ich nicht überholen. Ich denke, mein Problem war eine Mischung aus vielen kleineren. Ich fand mein Auto heute schwierig zu fahren."

"Für unser Team", beginnt BMW Motorsport Direktor Mario Theissen die Analyse, "war es ein gemischtes Ergebnis. Bei Nick ist unsere Strategie voll aufgegangen. Er konnte ohne technische Störungen und ohne hinter einem langsameren Konkurrenten festzuhängen, sein Rennen fahren."

"Für Robert hatten wir uns vor dem Qualifying eine andere Strategie zurechtgelegt. Wir wollten ihm mit einem kurzen ersten Stint und weichen Reifen den Angriff nach vorn ermöglichen. Doch wir haben schon am Samstag festgestellt, dass trotz geringer Benzinmenge die erwarteten Zeiten nicht ganz zu erreichen waren."

"Im Rennen hatte Robert zudem zwei Mal Pech, als er nach seinen Boxenstopps jeweils knapp hinter Heikki Kovalainen und Nico Rosberg wieder auf die Strecke kam. Sechs Punkte für unser Team sind eine gute Ausbeute."

Willy Rampf, Technischer Direktor: "Es ist gut, sechs weitere Punkte gesammelt zu haben. Wenngleich wir uns insgeheim etwas mehr erhofft hatten. Bei Robert ist unsere aggressive Strategie nicht aufgegangen. Aber in der Situation, in der sich unser Team gegenwärtig in der WM befindet, muss man auch einmal etwas riskieren."

"Nick hingegen hatte - obwohl er auf der dreckigen Seite stand - einen guten Start. Er war gleichmäßig schnell unterwegs, hat die Erwartungen erfüllt und den für uns schon fast angestammten vierten Platz belegt. Nach diesem Hitzerennen freuen wir uns auf den Grand Prix von Italien auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke in Monza."

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