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Ferrari im Entwicklungs-Dilemma

25. August 2007 - 11:26 Uhr

Bei Ferrari zerbricht man sich den Kopf darüber, wie viel Ressourcen man in die Entwicklung für 2008 und wie viel in den Titelkampf investieren soll

Aldo Costa (rechts)
Aldo Costa (rechts) zerbricht sich derzeit mal wieder den Kopf
© Ferrari

(Motorsport-Total.com) - Derzeit stehen viele Teams vor der schwierigen Entscheidung, wie sie ihre Ressourcen auf die Entwicklung des nächst-jährigen und die Weiterentwicklung des aktuellen Autos verteilen sollen.

Das amtierende Weltmeister-Team Renault hat sich bereits dazu entschieden, sich auf die Entwicklung des Autos für die Saison 2008 zu konzentrieren, damit das aktuelle Jahr abzuhaken, in dem man sowieso keine Chancen mehr hat, etwas zu reißen.

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Die Franzosen schreiben den Umstand, dass man in diesem Jahr gnadenlos hinterher fährt, auch der Tatsache zu, dass man sich im vergangenen Jahr bis zum Ende der Saison auf den Titel-Zweikampf mit Ferrari konzentrieren musste. Aus diesem Grund floss viel Arbeit in die Weiterentwicklung des letztjährigen Autos und verhältnismäßig wenig in die Arbeit am diesjährigen Boliden.

Je nach Situation der Teams in der aktuellen Weltmeisterschaft gestaltet sich diese Frage also schwieriger oder einfacher. Ferrari muss im Moment abwägen, wie viel Energie man in den aktuellen Titelkampf steckt, denn um McLaren-Mercedes abzufangen, müsste man noch einen gewaltigen Schritt nach vorn tun, da der Punkte-Rückstand im Moment recht groß und die Zuverlässigkeit der "Silberpfeile" derart gut ist, dass man nicht auf das Glück hoffen kann.

Auf der anderen Seite könnte es passieren, dass man sich vergeblich auf die Weiterentwicklung des F2007 konzentriert und sich dies negativ auf das kommende Jahr auswirkt: "Um ehrlich zu sein, es ist sehr schwierig, diese Balance hinzubekommen, da wir noch um die Meisterschaft fahren", wird Chefdesigner Aldo Costa von 'autosport.com' zitiert.

Die Vorlaufzeit für die nächstjährige Weltmeisterschaft sei sehr lang, und man müsse nun mit der entsprechenden Arbeit beginnen: "Es ist aus diesem Grund eine sehr harte Zeit. Wir arbeiten immer noch an diesem Auto, treiben die Entwicklung voran, aber das Auto für 2008 muss ernsthaft in Betracht gezogen werden."

Das neue Auto, das im Januar präsentiert werden soll, wird sich nicht radikal verändern, da das Reglement weitestgehend stabil bleibt. Viel Entwicklungsarbeit dürfte jedoch die Einführung der Einheitselektronik und damit auch die Abschaffung der Traktionskontrolle mit sich bringen: "Wir müssen hier andere Kompromisse für die generelle Entwicklung des Autos finden, da es keine Fahrhilfen mehr geben wird."

Eine weitere Herausforderung betrifft die Tatsache, dass das Getriebe in Zukunft vier Rennwochenenden überstehen muss: "Da es natürlich bei den Verbundstoffen eine Limitierung der Materialien gibt, müssen wir darüber eine Menge nachdenken. Wir haben also einen arbeitsamen Winter vor uns, und wie ich schon gesagt habe, einen harten Sommer, da wir an zwei Autos arbeiten müssen."

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