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Dennis: "Ich bin kein Kontrollfreak"

26. August 2007 - 21:13 Uhr

McLaren-Mercedes-Teamchef Ron Dennis fühlt sich von der Öffentlichkeit missverstanden und spricht über seine Philosophie, einen Rennstall zu leiten

Ron Dennis
McLaren-Mercedes-Teamchef Ron Dennis fühlt sich missverstanden
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Kühl, berechnend, manchmal sogar arrogant - und vor allem: Er will immer alles in der Hand haben. So wird Ron Dennis von der breiten Öffentlichkeit eingeschätzt. Doch gerade im Zuge der Unstimmigkeiten zwischen seinen McLaren-Mercedes-Fahrern Lewis Hamilton und Fernando Alonso fühlt er sich derzeit oft missverstanden und falsch eingeschätzt.

Der 60-Jährige, der sich in den vergangenen Monaten so emotional wie bisher noch nie in seiner Karriere präsentiert hat, ärgert sich vor allem über eines: "Die Leute glauben, ich sei ein Kontrollfreak. Meine Tochter ist hier, sie wird das vielleicht bestätigen, auch meine Frau - aber natürlich stimmt das nicht (lacht; Anm. d. Red.)! Ich versuche das Richtige zu tun - und das schaffe ich nicht immer. Aber ich bin mit 60 sicher entspannter als mit 25", sagte er.

Seine Philosophie zwinge er seinen Mitarbeitern nicht auf, sondern er empfehle sie nur: "Meine Ratschläge - und meistens sind es Ratschläge, keine Befehle - sind nur das, eben Ratschläge basierend auf Erfahrung. Das sind keine kontrollierenden Ratschläge, keine Befehle - und meistens erweisen sie sich als gute Ratschläge. Ich gebe sie nur, wenn ich darum gebeten werde. Ganz einfach", gab Dennis zu Protokoll.

Und auch den Vorwurf, er halte seine Fahrer davon ab, frei gegeneinander zu fahren - wie etwa in Monaco - lässt er sich nicht mehr gefallen. Da werde lediglich Teamstrategie falsch verstanden: "Wir haben unseren Fahrern nie untersagt, gegeneinander zu fahren. Wir haben immer gesagt: Fahrt auch gegeneinander!" Allerdings unter der Auflage, dass dies nie den Interessen des McLaren-Mercedes-Teams schaden darf.

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