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Das Briefeschreiben geht weiter: Dennis antwortet

03. August 2007 - 17:58 Uhr

Ron Dennis antwortet auf den Brief von ACI-CSAI-Präsident Luigi Macaluso und schlägt vor, das öffentliche Hin und Her endlich zu beenden

Ron Dennis
Hat genug vom Briefverkehr mit Luigi Macaluso und Co.: Ron Dennis
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Es war ein munteres Briefeschreiben in den vergangenen Tagen: Erst forderte ACI-CSAI-Präsident Luigi Macaluso in einem Schreiben an FIA-Präsident Max Mosley in der Spionageaffäre eine Neuverhandlung vor dem Berufungsgericht und eine Strafe für McLaren-Mercedes, dann antwortete Mosley darauf, ehe sich auch noch Silberpfeil-Boss Ron Dennis einschaltete.

Dessen ausführliche Erklärung in Form eines Schreibens an Macaluso vom 1. August sorgte für viel Wirbel, weil er unter anderem Ferrari indirekt vorwarf, beim Grand Prix von Australien mit einem illegalen Auto angetreten zu sein. Darauf konterte Ferrari heute via Presseaussendung, nachdem zuvor schon Macaluso brieflich geantwortet hatte. Und nun gibt es schließlich den nächsten Brief, in dem sich wieder Dennis äußert.

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Dennis will McLarens Image retten

"Ihr Brief vom 1. August ließ mir keine andere Alternative als zu antworten."
Ron Dennis

Der Brite argumentiert in seinem Schreiben, dass die einzige Absicht seines ersten Briefs gewesen sei, "inkorrekte Presseberichte aus Italien und grob irreführende Aussagen von Ferrari" richtigzustellen. Er habe sich an dem öffentlichen Schriftverkehr nie beteiligen wollen, "aber Ihr Brief vom 1. August, der in den Medien veröffentlicht wurde und diese Kampagne fortsetzte, ließ mir keine andere Alternative als zu antworten."

Außerdem verweist Dennis noch einmal Macalusos Beschwerde, wonach Ferrari beim Hearing vor dem World Council keine Gelegenheit gehabt habe, den Fall zu präsentieren, ins Reich der Fabeln: "Ferrari hat ein 118 Seiten starkes Schriftstück eingereicht, das am 20. Juli den WMSC-Mitgliedern zugestellt wurde, also vor dem McLaren-Schriftstück, das erst vier Tage später, nur zwei Tage vor dem Hearing, eingereicht wurde."

"Ferrari hatte Rechtsanwälte seiner Wahl anwesend, die zu keinem Zeitpunkt davon abgehalten wurden, Fragen zu stellen oder Anträge zu stellen. Ferrari brachte Anträge ein und befragte auch Zeugen. (...) Wir lehnen es aber ab, die Glaubwürdigkeit der Entscheidung des WMSC zu untergraben, indem eine unrichtige Version der Geschehnisse verbreitet wird, wonach Ferrari nicht Gelegenheit gehabt haben soll, seinen Fall zu präsentieren", schrieb der 60-Jährige.

Ferrari hatte ausreichend Gelegenheit zur Präsentation

"Wenn Ferrari mehr als 118 Seiten hätte einreichen wollen, dann hätten sie das tun können."
Ron Dennis

Und weiter: "Wenn Ferrari mehr als 118 Seiten hätte einreichen wollen, mehr Fragen stellen oder längere Reden halten, dann hätten sie das tun können. Es geht ihnen daher folgerichtig nicht um nicht ausreichend Gelegenheit, den Fall zu Präsentieren, sondern vielmehr um Unzufriedenheit mit dem Urteil", so Dennis, der noch einmal seine Zuversicht äußert, dass das Internationale Berufungsgericht der FIA die World-Council-Entscheidung bestätigen wird.

Damit möchte er dem öffentlichen Briefeschreiben, das vielen im Fahrerlager schon auf die Nerven geht, aber auch ein Ende setzen: "Ich hatte nicht vor, diesen Brief zu veröffentlichen", wendet sich Dennis im letzten Absatz an Macaluso, "aber ich habe herausgefunden, dass Ihr Brief an mich auch veröffentlicht wurde, daher habe ich keine andere Wahl. Ich schlage vor, dass wir diesen Vorgang nun der internen Untersuchung der FIA überlassen."