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Coulthard fordert konstante Strafmaße

14. August 2007 - 14:42 Uhr

David Coulthard wundert sich, dass McLaren in Ungarn für die "Blockade-Aktion" während des Qualifyings bestraft wurde, während Ferrari davon kam

David Coulthard
David Coulthard wundert sich, dass McLaren-Mercedes bestraft wurde
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Seit 1994 geht David Coulthard in der Formel 1 an den Start und ist nach wie vor nicht nur ein Fahrer, sondern natürlich auch ein großer Fan des Sports: "Aus diesem Grund war ich einfach fasziniert von der Entwicklung der Rivalität zwischen Alonso und Hamilton nach dem Qualifying in Ungarn", erklärte der Schotte in seiner 'ITV'-Kolumne.

Aber wie viele andere Formel-1-Experten fragt sich auch der Red Bull Racing-Pilot, wie die Rennleitung zu der Entscheidung kam, Fernando Alonso und das McLaren-Mercedes-Team für die Blockade-Aktion im Zeitenfahren zu bestrafen.

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"Warum wurde McLaren für eine Strafe auserwählt, wohingegen Ferrari nicht dafür bestraft wurde, dass sie kein Benzin in den Ferrari von Felipe Massa füllten? Hat dies nicht auch Felipes Chancen im Qualifying beeinträchtigt?"

Nicht nur er selbst, sondern "sicherlich jeder, mit dem ich gesprochen habe", sei "verblüfft" über die Art und Weise, wie die Formel 1 die Regeln und das Reglement interpretiert: "Es fällt etwas schwer, den Sport zu verfolgen, wenn man herausfindet, dass es nicht wirklich konstante Kriterien gibt, nach der Strafen verhängt werden."

Nach Aussage des 36-Jährigen habe man durch Einführung eines permanenten Stewards (Tony Scott-Andrews) diesbezüglich bereits Fortschritte erzielen können, aber dennoch sei der Sport in Bezug auf die Auferlegung von Strafen weder konsistent noch transparent genug.

Die Bestrafung habe zudem erneut Diskussionen in Gang gesetzt, ab wann von einer Teamorder gesprochen werden muss: "Es stellt sich die grundsätzliche Frage, wer für das Schicksal des Fahrers auf der Strecke verantwortlich sein sollte: das Team oder der Kerl im Cockpit?"

Er selbst sei von McLaren-Mercedes einst angewiesen worden, nicht gegen Mika Häkkinen zu fahren, und sei damals zu dem Urteil gekommen, dass er seiner Position im Team schade, wenn er sich gegen die Anweisungen stellt: "Lewis und Fernando haben ganz klar die Position eingenommen, dass sie nicht zustimmen, aus diesem Grund sind sie nicht bereit, einen Zentimeter nachzugeben."

Coulthard kann sich aus diesem Grund nicht vorstellen, dass beide Fahrer eine lange und harmonische Beziehung bei McLaren-Mercedes haben können. Das Problem des Rennstalls sei die Tatsache, dass die Medien und die Öffentlichkeit die Formel 1 immer noch als einen Sport ansehen.

Die Teams würden die Formel 1 hingegen als ein Business ansehen, wenn dies bei den Medien und Fans ebenso der Fall wäre, "dann würde es leichter fallen, die Handlungen der involvierten Personen zu verstehen und zu akzeptieren". Man müsse verstehen, dass die Formel 1 ein Business ist und dass es nur jeden zweiten Sonntag zwei Stunden lang um Sport geht.

Coulthard gibt zu, dass er sich immer dann am wohlsten gefühlt hat, wenn er ohne einen Teamkollegen Rennen bestreiten konnte und vergleicht die Beziehung zu einem Teamkollegen mit einer Ehe, in der zunächst alles wunderbar ist: "Aber eines Tages muss ein Fahrer ein Team verlassen, ob dies nun seine oder die Entscheidung des Teams ist. Man hat nie eine harmonische Beziehung, besonders wenn man zwei Fahrer hat, die klar fähig sind, dass Gleiche aus dem Auto herauszuholen."

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