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Brundle: Formel 1 darf nicht wie der Radsport werden

01. August 2007 - 10:04 Uhr

Martin Brundle hält die Entscheidung der FIA für "vernünftig" und hofft, dass die Formel 1 nicht so selbstzerstörerisch wie die Tour de France wird

Martin Brundle
Martin Brundle empfindet den Freispruch für McLaren-Mercedes als richtig
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Am vergangenen Donnerstag hat das World Council der FIA entschieden, in der Spionageaffäre keine Strafe gegen McLaren-Mercedes auszusprechen - ein Entschluss, der von den meisten Experten begrüßt wird, weil der Formel 1 somit ein handfester Skandal sowie vor allem eine WM-Entscheidung am Grünen Tisch erspart bleibt.

So findet zum Beispiel auch Ex-Grand-Prix-Pilot Martin Brundle, dass das World Council "die einzig vernünftige" Entscheidung getroffen hat: "Die Tour de France ist selbstzerstörerisch, aber die Formel 1 muss es ja nicht genauso machen", erklärte der Brite in Anspielung auf die Dopingskandale im Radsport. Anzumerken ist freilich, dass Brundle McLaren sehr nahe steht: Er selbst saß bereits in den Boliden von Ron Dennis, ebenso wie später seine Schützlinge David Coulthard und Gary Paffett.

Unabhängig davon ist für ihn aber "klar", dass kein Ferrari-Material bei einem anderen McLaren-Mitglied als Mike Coughlan gefunden wurde, weshalb er den Freispruch des britischen Teams durch die 25 Mitglieder des World Councils als richtig empfindet, obwohl in der Urteilsbegründung sehr wohl eingestanden wurde, dass es einen Verstoß gegen Artikel 151c des International Sporting Codes gegeben hat.

Was ihn nun wundert, ist die Reaktion von Ferrari: "Ferrari ist zumindest wütend. Sie lassen ihren Gefühlen freien Lauf, ohne sich zurückzuhalten", schrieb Brundle in seiner Kolumne für die 'Times'. "Sie bestehen darauf, dass 'schuldig', ein Wort, das in der Pressemitteilung der FIA nicht genannt wurde, auch 'Strafe' bedeuten muss. Und die Sache wird zu einem Thema Italien gegen Großbritannien - mit der FIA in Paris als Schiedsrichter."

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