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Briatore bekräftigt Forderung nach Reformen

01. August 2007 - 18:04 Uhr

Flavio Briatore bekräftigt wieder einmal, dass die Formel 1 reformiert werden sollte, und rüttelt dabei auch an einigen alteingesessenen Traditionen

Flavio Briatore
Flavio Briatore glaubt, dass die Formel 1 ohne Demokratie besser dran wäre
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Immer wieder fordert Flavio Briatore in Interviews ein radikales Umdenken, um die Formel 1 insgesamt attraktiver zu machen - und die meisten seiner Ideen sind ja längst bekannt. Zum Beispiel will er Anleihen bei der GP2 nehmen und zwei Rennen pro Rennwochenende austragen, das zweite mit gestürzter Startaufstellung der Top 8.

Viele Puristen schreien angesichts solcher Vorschläge laut auf, weil sie der Meinung sind, dass an einigen Traditionen nicht gerüttelt werden sollte. Aber der Renault-Teamchef fordert nach dem Motto "Free your Mind" ein Umdenken: "Manche Aspekte der Formel 1 sind essentielle Bestandteile ihrer DNA, aber vielleicht gar nicht so viele, wie manche denken", erklärte er in einem Interview mit 'formula1.com'.

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GP2 als Ideengeber in manchen Bereichen

In Sachen Struktur der Rennwochenenden könne man beispielsweise viele Innovationen aus der von ihm selbst mitkonzipierten GP2 übernehmen, wobei er damit keineswegs die Vereinheitlichung der Autos meint, "denn die Formel 1 muss ihren hochtechnologischen Aspekt beibehalten, den sie im Moment hat." Dies sei auch wichtig, um die engagierten Automobilhersteller bei Laune zu halten, indem man ihnen ein Technologieschaufenster bietet.

Aber: "Selbst wenn es uns gelingt, Überholmanöver zu vereinfachen, müssen wir noch etwas unternehmen, um die Reihung der Autos durcheinanderzuwürfeln, damit die Rennen wirklich aufregend werden", verwies er auf die gestürzte Startaufstellung. Und generell müsse man die Formel 1 näher an die Fans heranbringen, "damit die Leute hinter die Kulissen sehen können. Wir müssen die Fans besser erreichen."

Einstimmigkeit ist Briatore ein Dorn im Auge

Ein erstes Reformpaket ist der auf dem Tisch liegende FIA-Maßnahmenkatalog für 2011: "Wir stimmen nicht allen Punkten zu, alle Teams haben unterschiedliche Ansichten. Aber das ist zu erwarten. Wir müssen vier wichtige Ziele erreichen: sicherzustellen, dass die Formel 1 die Königsklasse des Motorsports bleibt, die Kosten zu reduzieren, umweltfreundlicher zu werden und die Show zu verbessern. Darauf arbeiten wir im Moment hin", so Briatore.

Diese Ziele könnte man seiner Meinung nach eher erreichen, wenn nicht jede einzelne Regeländerung von allen Teams einstimmig abgesegnet werden müsste: "Die Erforderlichkeit von Einstimmigkeit für Entscheidungen ist sehr frustrierend. Ich denke, Mehrheitsentscheidungen würden dazu führen, dass wir viel mehr weiterbekämen, schneller und effizienter", kritisierte er neuerlich das demokratische Formel-1-System.

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