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Bourdais: "Ich sehe nur die positiven Beispiele"

16. August 2007 - 10:57 Uhr

Sébastien Bourdais hat nicht vor, in der Formel 1 wie die US-Racer Zanardi oder da Matta unterzugehen, er orientiert sich lieber an Villeneuve und Montoya

Sébastien Bourdais Toro Rosso
Sébastien Bourdais wird sich vor allem auf die Rillenreifen einschießen müssen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Sébastien Bourdais hat in der Formel 3000 und in der Champ Car-Serie gezeigt, dass er ein Sieger-Typ ist und Titel gewinnen kann, doch die Formel 1 ist bekanntermaßen ein spezielles Pflaster, auf dem schon hoch gelobte Piloten wie Alessandro Zanardi oder Cristiano da Matta bei ihrem Wechsel aus den USA über den großen Teich gescheitert ausgerutscht sind.

Bourdais blickt freilich nicht auf die Beispiele Zanardi und da Matta: "Ich sehe nur die positiven Beispiele. Jacques Villeneuve wurde Weltmeister, und Juan Pablo Montoya war ja auch nicht der Schlechteste. Es kommt alles auf das Timing an. Du musst zur richtigen Zeit an der richtigen Stelle sein."

Die Frage ist, ob Toro Rosso bei allem Respekt "die richtige Stelle" sein wird, denn es ist anzunehmen, dass das Team auch im kommenden Jahr im besten Fall nur die Möglichkeit hat, im Mittelfeld mitzufahren: "Ich bin bereit, mit dem Team zu wachsen. Toro Rosso will ja nicht da unten bleiben", so Bourdais, der darauf hofft, dass Adrian Newey für das kommende Jahr ein Top-Auto hinstellt.

Zwar wird der 28-Jährige mit Fast-Namensvetter Sebastian Vettel einen um acht Jahre jüngeren Teamkollegen haben, aber der Heppenheimer hat seinem französischen Kollegen etwas voraus: "Er ist der Erfahrene, ich bin der Rookie", so Bourdais im Interview mit 'auto, motor und sport' "Wer in Ungarn auf Anhieb und ohne das Auto zu kennen so schnell wie Liuzzi fährt, der muss ein guter Rennfahrer sein."

Kommendes Jahr wird in der Formel 1 wie in der Champ Car-Serie ohne Traktionskontrolle gefahren, doch Bourdais befürchtet, dass die Teams "Wege finden werden, eine Art Traktionskontrolle zu realisieren", freut sich aber darauf, den Ingenieuren Tipps zu geben, wie man in der Champ Car versucht, die Kraft auf den Boden zu bekommen.

Bei den Testfahrten für den italienischen Rennstall wurde Bourdais' Erwartung bestätigt, dass er kein Freund der Rillenreifen ist, wie sie die "Königsklasse des Motorsports" zum Leidwesen vieler einsetzt: "In den Reifen liegt mein größter Lernbedarf. Du musst dein Auto so hintrimmen, dass die Reifen nicht zu stark strapaziert werden."

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