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Yamamoto springt ins eiskalte Wasser

26. Juli 2007 - 12:13 Uhr

Ohne einen Testkilometer auf dem Buckel, wird Sakon Yamamoto als neuer Stammfahrer von Spyker nach Budapest reisen - die Freude ist dennoch groß

Sakon Yamamoto
Sakon Yamamoto fiebert seinem Formel-1-Comeback entgegen
© Spyker

(Motorsport-Total.com) - Zwar wurde im Rahmen des Großen Preises von Europa auf dem Nürburgring klar, dass Sakon Yamamoto der Favorit auf den Platz von Christijan Albers bei Spyker ist, dennoch kam die Verpflichtung des Japaners nach einem einzigen Einsatz von Testfahrer Markus Winkelhock überraschend, gab es doch andere Alternativen, wie zum Beispiel Honda-Testfahrer Christian Klien, der für das Team sogar einen Tag in Spa-Francorchamps getestet hatte.

Der 25-Jährige selbst wurde erst nach dem zweiten GP2-Rennen am Sonntag kontaktiert und ihm das Angebot unterbreitet, die restlichen Rennen der Saison für den holländischen Rennstall an den Start gehen zu dürfen - was den Japaner ebenfalls überraschte: "Das hat mir zunächst die Sprache verschlagen", gibt Yamamoto im Interview mit 'autosport.com' zu. "Mein Name wurde im Zusammenhang mit diesem Platz nie erwähnt, in der ersten Reaktion war ich aus diesem Grund sehr überrascht."

Zwar habe schon eine Woche zuvor in Silverstone jemand seinen Namen erwähnt und mit dem Albers-Cockpit in Verbindung gebracht, sollte der Holländer gefeuert werden: "Aber ich konnte das nicht glauben..." Innerhalb weniger Tage einigte man sich auf die vertraglichen Details und am Donnerstag kam Yamamoto in die Spyker-Fabrik in die Nähe von Silverstone, wo er schon zu Jordan-Zeiten einmal war.

Der GP2-Pilot wird ins noch kältere Wasser geschmissen als Winkelhock, der in diesem Jahr vor seinem Formel-1-Debüt zumindest 200 Kilometer mit dem Spyker fahren konnte: "Wir gehen sofort zum Rennen", so Yamamoto. Das Team testete gestern in Silverstone mit neuen Teilen für das kommende B-Modell des Autos, allerdings saß Testfahrer Giedo van der Garde am Steuer des Autos.

"Ich weiß, dass dies eine schwierige Situation ist", so der Formel-1-Rückkehrer, der im vergangenen Jahr sieben Rennen für das Super Aguri F1 Team bestritt und in diesem Jahr kurioserweise erneut sieben Grands Prix fahren soll. In diesem Jahr kam er als Testfahrer des Super Aguri F1 Teams bei keinem einzigen Test zum Zug.

Bis zum Rennen auf dem Hungaroring in der kommenden Woche wird sich der Rennfahrer aus Toyohashi in der Fabrik auf sein Comeback vorbereiten: "Vielleicht gehe ich vor dem Rennen in Ungarn gar nicht mehr nach Hause...". Auf dem Programm stehen unter anderem Treffen mit den Ingenieuren sowie das Anpassen des Sitzes.

Natürlich fühlt sich Yamamoto "wirklich glücklich" und kann das Rennwochenende kaum erwarten. Von Vorteil ist, dass Yamamoto alle Strecken mit der Ausnahme von Spa-Francorchamps kennt. Auch über Streckenkenntnisse von Fuji verfügt der Japaner - damit hat er einigen seiner Kollegen sogar etwas voraus.

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