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Winkelhocks Abenteuer schon wieder vorbei?

23. Juli 2007 - 15:03 Uhr

Trotz seiner Führungsrunden am Nürburgring wird Markus Winkelhock wohl keine weiteren Formel-1-Rennen für Spyker bestreiten

Michiel Mol
Michiel Mol ist bei Spyker der Mann, der die Entscheidungen trifft
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Mit seinen Führungsrunden im Regenchaos zu Beginn war Markus Winkelhock gestern am Nürburgring die Sternschnuppe des Rennens, doch sein Traum vom mittelfristigen Stammplatz bei Spyker scheint schon wieder verglüht zu sein. Allem Anschein nach wird er in Budapest nicht mehr mit von der Partie sein.

Der Deutsche bleibt zwar auf jeden Fall Ersatz- und Testfahrer des niederländischen Rennstalls, doch die Renneinsätze bleiben wohl einem Kandidaten vorbehalten, der Geld mitbringen kann: "Wir müssen jemanden finden, der uns einen Sponsor bringt", stellte Spykers Formel-1-Direktor Michiel Mol klar. "Wir sind in erster Linie ein Unternehmen, müssen uns finanzieren." Da hilft es auch nichts, dass Teamchef Colin Kolles am liebsten nach Talent aussuchen würde.

Winkelhock könnte zwar unter Umständen ein paar Euro von 'Hugo Boss' zusammenkratzen, mit den 'Tata'-Millionen eines Narain Karthikeyan kann er aber nicht mithalten. Und selbst wenn sich Mol und Kolles dazu entscheiden sollten, einen Fahrer ohne Geld ins Auto zu setzen, dann wäre es wohl nicht der heimliche Held von gestern, sondern der Österreicher Christian Klien, der als Wunschkandidat von Technikchef Mike Gascoyne gilt.

Indes ist durchgesickert, dass es Mol war, der Albers gefeuert hat. Der Niederländer gibt dies auch offen zu: "Ich habe die Entscheidung getroffen, dass wir uns von Christijan trennen. Colin trifft keine Entscheidungen ohne meine Zustimmung. Von den Sponsoren, die Christijan hinter sich hatte, kam einer den Forderungen nicht mehr nach. Er hatte einen Vertrag mit dem Team. Christijan wurde ein Opfer dieser Vereinbarung", sagte er.

Es täte ihm zwar Leid, doch die Formel 1 sein nun einmal ein knallhartes Geschäft. Allerdings ist es Mol ein Anliegen, Kontakt zum gekränkten Albers zu halten: "Ich hoffe, dass er der Spyker-Familie erhalten bleibt." Es sei eine "interessante Option", den 46-fachen Grand-Prix-Teilnehmer künftig testen zu lassen. Eine Rückkehr seines Landsmannes ins Renncockpit hält er jedoch für diese Saison ausgeschlossen.

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