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Williams vor Heimrennen guter Dinge

03. Juli 2007 - 14:35 Uhr

Nico Rosberg und Alexander Wurz hoffen nach positiven Testfahrten beim Heimrennen von Williams in Silverstone auf WM-Punkte

Alexander Wurz
Silverstone ist von der Papierform her ein gutes Pflaster für Williams
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Der Silverstone-Test vor Magny-Cours ist für das Williams-Team überaus positiv verlaufen, weshalb Nico Rosberg und Alexander Wurz dem bevorstehenden britischen Grand Prix optimistisch entgegenblicken. Obendrein fühlen sich beide Fahrer auf der herausfordernden Strecke recht wohl.

"Silverstone ist eine tolle Strecke, ich mag sie sehr und unser Auto müsste dort gut gehen", sagte Rosberg. "Wir hatten vor Frankreich einen produktiven Test dort und sollten gute Chancen auf Punkte haben. Außerdem ist es wegen unseres Heimspiels immer ein gutes Rennen. In Silverstone gibt es eine große Williams-Geschichte, 1979 haben wir dort unseren ersten Grand Prix gewonnen - viele schöne Erinnerungen. Und ich hoffe auf eine grandiose Atmosphäre wegen Lewis Hamilton."

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Wurz stand in Silverstone erstmals auf dem Podium

"Ich liebe die coole Strecke."
Alexander Wurz

Auch Alexander Wurz, der in Silverstone 1997 auf Benetton sein erstes Formel-1-Podium erreichte, freut sich auf das Wochenende: "Es ist unser Heim-Grand-Prix, das ist aufregend, aber ich liebe auch die coole Strecke. Die erste Kurve geht voll und bietet hohe Fliehkräfte. Wegen der verschiedenen Flügeltypen, die erforderlich sind, und wegen des wechselhaften Wetters ist Silverstone meistens schwierig. Es ist hart, ein gutes Setup zu finden, ein Kompromiss zwischen Topspeed und Downforce."

"Wie wir in Frankreich gesehen haben", fuhr der Österreicher fort, "wird es ein harter Kampf, weil alles irrsinnig eng beisammen liegt, aber wir werden voll attackieren und auf Punkte fahren. Ich reise schon ein bisschen früher an, habe am Dienstagabend einen Termin für RBS und bin dann am Mittwoch bei unserem Sponsor Hamleys. Dort werde ich die Gewinner eines Preisausschreibens treffen, die einen Helm für mich designt haben, den ich am Sonntag verwenden werde."

Technikchef Sam Michael analysierte: "Der Silverstone-Circuit hat ein bisschen von allem für die Fahrer und Ingenieure. Der erste Sektor ist sehr schnell, dazu gibt es den langsamen dritten Sektor, der einen Kompromiss in der Aeroabstimmung erforderlich macht. Die aerodynamische Effizienz ist ein Schlüsselfaktor, denn wenn nicht jemand einen Fehler macht oder das Potenzial der Performance sehr unterschiedlich ist, kann man kaum überholen."

Positiver Silverstone-Test vor Magny-Cours

"Die meisten Teams werden auf eine Zweistoppstrategie setzen."
Sam Michael

"Wir haben vor zwei Wochen in Silverstone getestet, konnten am Setup arbeiten und Systeme absegnen, was wir normalerweise am Freitag machen müssen. Daher können wir uns im Freien Training auf die Reifen und das Feintuning konzentrieren", so der Australier. "Zum Beispiel muss man auf den Wind achten. Die meisten Teams werden auf eine Zweistoppstrategie setzen. Bridgestone wird die harten und mittleren Reifen bringen - das sind hier sehr gute Reifen."

Zumindest geschichtlich gesehen ist Silverstone für Williams ein gutes Pflaster: zehn Siege, 13 Pole Positions, 19 Starts aus der ersten Reihe und insgesamt 172 WM-Punkte - kein anderes Team kann auf eine solche Erfolgsbilanz verweisen. Außerdem gelang Jacques Villeneuve 1997 ein denkwürdiger Sieg, nämlich der 100. der Williams-Geschichte - und ein gewisser Keke Rosberg fuhr 1985 im Qualifying eine Runde mit 258,98 km/h Schnitt, die lange Zeit die schnellste aller Zeiten war...