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Toyota geht am Nürburgring leer aus

22. Juli 2007 - 18:52 Uhr

Ralf Schumacher wurde auf Platz neun liegend von Nick Heidfeld abgeschossen, Jarno Trulli kam mit einer Runde Rückstand als 13. ins Ziel

Nick Heidfeld und Ralf Schumacher
Kurz nach dieser Situation kam es zur Kollision von Ralf Schumacher
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - So sehr hatte man sich bei Toyota nach den Startplätzen acht und neun für Jarno Trulli und Ralf Schumacher auf den Heim-Grand-Prix ganz in der Nähe der Fabrik in Köln gefreut, doch schlussendlich gingen die Japaner im Regenchaos am Nürburgring leer aus - freilich zum Teil aufgrund eigenen Unvermögens.

Bei Schumacher wurden zwar im Boxenchaos während des Regens gleich in der ersten Runde erst auf einer Seite irrtümlich Trockenreifen aufgezogen, was wertvolle Positionen kostete, doch der Deutsche fand recht gut ins Rennen und lag an aussichtsreicher neunter Position vor Nick Heidfeld, als er von seinem Landsmann in der Zielkurve ins Kiesbett gerempelt wurde. Heidfeld entschuldigte sich zwar dafür, doch Schumacher war naturgemäß sauer.

Chance auf Punkte war da

"So wollte ich mein Heimrennen natürlich nicht beenden."
Ralf Schumacher

"So wollte ich mein Heimrennen natürlich nicht beenden", seufzte der 32-Jährige. "Das ist enttäuschend für das Team, denn wir hatten eine Chance auf Punkte. Selbst nach dem Regen lagen wir noch in guter Position. Wir waren schnell, genauso schnell wie die Autos vorne, also hätten wir wirklich wichtige Punkte sammeln können. Im Qualifying waren wir stark unterwegs, aber am Ende stimmt das Resultat wieder nicht, was enttäuschend ist."

Zum Zwischenfall mit Heidfeld sagte er: "Ich machte in der Kurve davor einen kleinen Fehler und er fuhr an mich ran, wollte mich in der Zielkurve überholen. Dabei kollidierten wir. Nick ist normal ein sehr fairer Fahrer, aber so etwas kann passieren. Es war ein normaler Rennunfall. Schade, denn Punkte wären bestimmt drin gewesen."

Trulli war "immer zur falschen Zeit am falschen Ort mit den falschen Entscheidungen in den falschen Momenten" bedient, meinte der Italiener achselzuckend, nachdem in der Box so einiges schief gelaufen war: "Man weiß nie, was das Wetter bringt, das ist das Problem. Wir riskierten ein paar Mal und lagen immer daneben. Wir hatten so viel Pech, aber ich hoffe, dass sich das irgendwann ausgleicht. Heute waren das Glück entscheidend und die Strategie - und die waren nicht auf meiner Seite."

Bei Trulli passierten Fehler an der Box

"So ist eben das Rennfahren im Regen, da gibt es schöne und unschöne Überraschungen."
Jarno Trulli

"Mein Start war sehr gut", fuhr der Italiener fort, "und ich war schon Fünfter, aber so ist eben das Rennfahren im Regen, da gibt es schöne und unschöne Überraschungen. Wirklich weh getan hat mir der Schauer zu Beginn, als ich reinkam. Ich hatte viel Pech, denn die rote Flagge kam dann auch genau zum falschen Zeitpunkt. Im Trockenen war ich sehr konkurrenzfähig und ich holte zu den Autos vor mir auf, aber an der Box ging einiges daneben heute. Ein Rennen zum Vergessen!"

Teamchef Tadashi Yamashima fügte an: "Zunächst einmal müssen wir unsere Fehler analysieren. Wir hatten Probleme an der Box und bei der Vorbereitung der Reifen und beim Wetterbericht. Die beiden Fahrer haben ihr Bestes gegeben, was ich sehr schätze. Leider hatte Ralf eine Kollision, aber Jarno kam ins Ziel. Sie haben alles gegeben. Wir kennen noch nicht alle Fakten, aber wir müssen jetzt analysieren, damit wir in Zukunft stärker auftreten."