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Toro Rosso: "Boxkampf" nein - Unzufriedenheit ja

24. Juli 2007 - 11:21 Uhr

Teamchef Franz Tost hat klar gestellt, dass er mit der Leistung seiner Fahrer nicht zufrieden ist, dass es aber mit Scott Speed zu keinen Handgreiflichkeiten kam

Gerhard Berger und Franz Tost
Gerhard Berger und Franz Tost wollen Speed durch Vettel ersetzen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Nach dem Doppel-Ausrutscher seiner beiden Fahrer in der Anfangsphase des Europa-Grand-Prix' überhitzten die Gemüter in der Scuderia Toro Rosso, nachdem Scott Speed erklärt hatte, dass sein Team alles versuche, um ihn loszuwerden.

Teamchef Frank Tost macht keinen Hehl daraus, dass er mit der Leistung seiner beiden Piloten nicht zufrieden ist: "Am liebsten würde ich keinen dieser Fahrer mehr in unser Auto setzen", wird Tost vom 'Blick' zitiert.

Als Speed nach dem Ausfall zur Box zurückkehrte, gab es zunächst heftige Diskussionen. Als sich Speed umdrehte und wieder weggehen wollte, hat Teamchef Franz Tost nach ihm gegriffen - Zeugen beschrieben das sogar "Angriff".

Laut Tost habe er seinen Fahrer in dieser Situation gefragte, warum er abgeflogen sei, worauf ihn dieser "lächelnd" zurückgefragt hatte, warum sein Boxenstopp so lang gedauert habe, wie er dem 'Blick' erläutert: "Und dann drehte er sich um und ging. Darauf habe ich ihn an der Schulter gepackt und gesagt: So wird hier nicht diskutiert! Von einem Boxkampf kann aber nicht die Rede sein."

Gerüchten zufolge könnte Sebastian Vettel schon beim kommenden Rennen in Ungarn für die Scuderia Toro Rosso an den Start gehen und Speed ersetzen, der schon vor dem Saisonstart auf der Kippe stand - wenn BMW eine Freigabe erteilt: "Daran wird es nicht scheitern. Es wäre auch für BMW ideal, wenn Vettel Renn-Erfahrungen sammelt", so ein Insider der Bayern gegenüber der 'Bild'.