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Sind Albers' Tage bei Spyker gezählt?
Christijan Albers hat im Spyker-Team wohl keine Zukunft mehr, zumal er sich nun auch von Michiel Mol harte Worte anhören muss
(Motorsport-Total.com) - In acht Qualifyings 2007 war Christijan Albers sechsmal langsamer als sein Teamkollege Adrian Sutil, im Rennen landete er nur einmal vor dem jungen Deutschen, nämlich in Bahrain, wo Sutil schon am Start wegen einer Kollision so gut wie eliminiert war. Kein Wunder also, dass sein Standing bei Spyker in den vergangenen Wochen massiv gelitten hat.
"Wir müssen nicht um den heißen Brei herumreden, Adrian war dieses Jahr für gewöhnlich schneller als Christijan", erklärte Spykers Formel-1-Direktor Michiel Mol. "Chris hat Probleme mit dem Feintuning. Wenn das Setup passt, ist er sofort schnell. Er hat einen aggressiven Fahrstil, der mit den aktuellen Bridgestone-Reifen nicht funktioniert. Die neuen Reifen, die viel langsamer sind als die vorjährigen, sind nicht für so harte Behandlung geeignet."
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Vom Rookie Sutil gnadenlos gebügelt
"Tatsache ist, und das ist ziemlich bemerkenswert, dass der Rookie oft schneller ist. Für Christijan ist das eine schwierige Situation, so viel ist klar. Es ist ein bisschen so wie bei McLaren, wo Hamilton immer schneller ist als Alonso", fügte der Niederländer an. Interessant: Seine Aussagen wurden vom hauseigenen Spyker-Magazin veröffentlicht, was angesichts der bei solchen Publikationen üblichen PR-Politur deutlich macht, wie unzufrieden das Team mit Albers ist.
Abgesehen von den bescheidenen Resultaten leistete sich der 28-Jährige am vergangenen Wochenende in Magny-Cours einen weiteren schweren Patzer, als er beim Boxenstopp zu früh losfuhr und den kompletten Tankschlauch mitriss. Für die Aktion hagelte es von allen Seiten heftige Kritik, auch von außerhalb des Teams - Ex-Weltmeister Niki Lauda sagte sogar, er würde den Fahrer sofort rausschmeißen, wenn er etwas zu sagen hätte.
Trennung vom Manager nicht hilfreich
Hinzu kommt, dass im Moment auch politisch so einiges gegen Albers spricht, der sich kürzlich von seinem langjährigen Manager Lodewijk Varossieau getrennt hat. Varossieau ist nämlich eine der wichtigsten Stützen im kommerziellen Korsett von Spyker, hat zahlreiche Sponsoren an Land gezogen - und wird möglicherweise bald mit Testfahrer Giedo van der Garde zusammenarbeiten, der dann wohl gute Karten hätte, seinen Landsmann im Renncockpit zu ersetzen.
"In einem oder zwei oder drei Rennen", meinte Mol über Albers' Zukunft, "werden wir uns mit Chris an einen Tisch setzen. Er will an die Spitze kommen, aber das werden wir bis 2008 nicht schaffen. Er ist bereit für Teams wie Williams oder Toyota, aber ob das passieren wird?" Keine Frage stehe hingegen hinter dem Engagement von Sutil: "Verschiedene Teams haben Interesse an Adrian bekundet. Ich hoffe, dass wir ihn behalten können."









