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Silverstone liegt Ferrari besser als Magny-Cours

04. Juli 2007 - 16:32 Uhr

Nach Ansicht von Massas Renningenieur Rob Smedley sollte Ferrari in Silverstone noch stärker auftreten können, als zuletzt in Magny-Cours

Felipe Massa
Rob Smedley glaubt, dass Felipe Massa auch in Silverstone ganz vorne sein wird
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Wenn der Formel-1-Tross am Wochenende in Silverstone englischen Boden betritt, dann hat das italienische Ferrari-Team eigentlich kein Heimspiel. Silverstone ist traditionelles Hoheitsgebiet der in unmittelbarer Nähe zu dem alten Flugplatzkurs verstreuten Stammsitze der englischen Teams - doch auch in den Reihen der Scuderia befinden sich durchaus einige hochrangige Mitarbeiter mit genauester Ortskenntnis.

Rob Smedley ist ein solcher Kandidat und als Renningenieur von Felipe Massa durchaus eine wichtige Schlüsselperson. "Silverstone ist immer eine große Herausforderung, speziell für Fahrer und Ingenieure, denn dort ist der Unterschied zwischen Hochgeschwindigkeitskurven und langsameren Passagen immens", sagt der Engländer, der den Kurs wie seine Westentasche kennt. "Es ist sowohl eine Herausforderung, kann dir aber auch eine Menge Kopfschmerzen bereiten. Doch wenn du alles richtig machst, dann wirst du auch belohnt werden."

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Trotz der langen Geradeauspassagen wird in Silverstone mit einem nicht unerheblichen Anpressdruck gefahren, "weil es so viele enge Kurven gibt" und insofern geht es das ganze Wochenende über nur um das Auffinden des richtigen Kompromisses. Erschwerend kommt hinzu, dass sich der Charakter der Strecke über die drei Tage "immer wieder verändert, du musst für dein Auto also das richtige Setup zur richtigen Zeit parat haben."

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Smedley jedenfalls strotzt angesichts der Frankreich-Ergebnisse vor Selbstbewusstsein: "Wir haben vor dem Frankreich-Grand-Prix in Silverstone ein neues Aerodynamikpaket getestet, das wir in Magny-Cours verwendet haben. Nun werden wir in Silverstone weitere Modifikationen verwenden, die dem schnellen Charakter der Strecke entgegenkommen sollten."

Wie hoch ist der Regenfaktor?

Felipe Massa
Auch im Regen sollte Felipe Massa eine gute Leistung abliefern können
© Ferrari

Auch der Ingenieur betrachtet den Silverstone-Test als eine Art Wendepunkt nach den enttäuschenden Ergebnissen der Nordamerika-Reise. "Seither haben wir auch einiges in unserer Vorbereitung abgeändert, vor allem im Hinblick darauf, dass wir aus dem Auto gleich auf der ersten schnellen Runde auf neuen Reifen das Maximum herausholen können", verrät der Engländer etwas zum Hintergrund, warum Massa in Frankreich prompt auf die Pole Position fahren konnte.

Silverstone käme dem nun noch mehr als Magny-Cours entgegen, doch mit einer großen Variable ist auf dem zugigen Hochplateau in Northamptonshire immer zu rechnen - Wind und Regen. "Das kann dir dein Leben richtig schwer machen", weiß Smedley. "Naturgemäß hast du im Nassen nicht besonders viel Grip und wenn du dazu starke Winde in den schnellen Kurven bekommst, dann kann dich das in arge Schwierigkeiten bringen, denn dann wird das Auto richtig schwer zu fahren."

Sein Schützling sei jedoch ein guter Regenfahrer und nach zwei Jahren der Zusammenarbeit versteht Smedley auch bestens, welche Art Auto der Brasilianer im Regen genau brauchen würde: "Wenn du mit einem neuen Fahrer arbeitest, dann arbeitest du in den ersten Rennen hart daran, dessen Feedback zu verstehen. Das ist einer der wichtigsten Faktoren: Die Aussagen des Piloten in technische Aktionen umzusetzen."

Dabei stimme man keineswegs immer und überall miteinander überein, verrät Smedley, aber man würde eigentlich immer einen Kompromiss finden können. Vertrauen in das Auto sei das Allentscheidende und wenn Massa das habe, "dann kann er auch wirklich Gas geben. Im Moment macht er jedenfalls einen fantastischen Job."