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Renault klar die vierte Kraft

08. Juli 2007 - 17:48 Uhr

Renault konnte auch in Silverstone nicht mit dem BMW Sauber F1 Team mithalten - Fisichella (8.) und Kovalainen (7.) mit Reifensorgen

Heikki Kovalainen
Kovalainen und Fisichella klagten über umgekehrte Problemlagen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Der Ankündigung, man werde das BMW Sauber F1 Team nun herausfordern können, folgten auch in Silverstone keine Tatsachen. Giancarlo Fisichella und Heikki Kovalainen landeten überrundet auf den Plätzen sieben und acht. Auf BMW verlor man weitere 5 WM-Punkte. Dennoch schöpft man Mut, denn zuvor fuhren bisher erst einmal beide Renault-Piloten in einem Rennen in die Punkte.

"Das Rennen für mich zwar zweigeteilt", so Kovalainen. "Ich hatte einen guten Start und kam an Ralf (Schumacher) vorbei. Da Massa hinten war, war ich damit schon Fünfter. Aber die Leistung der Hinterreifen fiel danach schnell ab. Ich hatte richtige Probleme, speziell in den langsamen Bereichen. Im zweiten Stint hatte ich wieder die harten Reife und es passierte erneut. Erst im Schlussabschnitt, als ich auf den weichen Reifen war, fühlte sich das Auto besser an. Seltsamerweise war es bei Giancarlo genau umgedreht.

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Das Fazit des Rennens fällt dennoch ernüchternd aus. "Natürlich möchten wir mehr als einen siebten Platz, aber es gibt eben kein Geheimrezept", so der Finne weiter. "Wir müssen uns zusammensetzen, analysieren, was nicht funktionierte, und die Probleme lösen. Bisher haben wir genau das gut geschafft und ich weiß, dass das Team weiter alles gibt. In dieser Woche geht es in Spa bei den Tests weiter."

"Es war ein hartes Rennen", so Fisichella. "Ich schnappte Ralf (Schumacher) am Start, aber Nick (Heidfeld) ging in der ersten Kurve an mit vorbei. In Becketts konnte ich mich aber gut ansaugen und überholte ihn wieder vor der Stowe. Der erste Stint war gut, der zweite auch - da fuhr ich die jeweils die harten Reifen. Als wir dann auf die weichen Reifen für den letzten Stint gingen, fühlte es sich an, als ob das Auto weniger Grip haben würde. Es war schwer zu fahren, sehr unregelmäßig, fast so, als ob es ein Problem mit dem Auto geben würde."

"Das war schon sehr ungewöhnlich, aber ich stand nicht unter Druck von hinten, daher konnte ich einfach ins Ziel fahren", fuhr er fort. "Es ist ein weiterer Punkt für mich, aber wir haben nun an zwei Wochenenden Boden auf BMW verloren. Jeder arbeitet hart, um die Situation wieder zu drehen. Hoffentlich trägt es schon beim nächsten Rennen in Deutschland Früchte."

Pragmatisch sah es Teamchef Flavio Briatore. "Da stehen wir im Moment", erklärte er. "Die Meisterschaft zeigt, dass wir momentan Vierte sind und heute, auf einer Strecke, die ein richtiger Maßstab ist, waren wir das viertschnellste Team. Nun müssen wir im Werk und auf der Teststrecke arbeiten, um einen weiteren Schritt zu machen. Das Team hat gezeigt, dass es Probleme überwinden kann. In der zweiten Saisonhälfte müssen wir unsere Weiterentwicklung forcieren, um unsere Gegner einzuholen."

"Mit dem Ergebnis können wir nicht zufrieden sein", so Chefingenieur Pat Symonds. "Die vergangenen beiden Wochenenden haben gezeigt, dass wir uns entscheidend verbessern müssen, wenn wir den Kampf gegen BMW aufnehmen wollen. Unsere heutige Leistung schwankte in Abhängigkeit von den verwendeten Reifen - wenn auch nicht an beiden Autos in der gleichen Weise. Dennoch zeigen wir einen Aufwärtstrend. Silverstone fordert die Autos von der Aerodynamik her extrem. Vor einigen Wochen hätten wir noch Mühe gehabt, überhaupt in die Punkte zu kommen. Aber nun müssen wir einen weiteren Schritt machen."

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