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Räikkönen möchte den Bann brechen

19. Juli 2007 - 17:44 Uhr

Auf deutschem Boden verfolgte den Finnen zumeist das Pech - in neuer Farbe und mit viel Zuversicht möchte er die Scharten nun auswetzen

Kimi Räikkönen
Kimi Räikkönen möchte auch am Nürburgring einmal Glück haben
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Als Kimi Räikkönen noch bei McLaren-Mercedes unter Vertrag war, waren die deutschen Rennen für das Team natürlich besonders wichtig. Und auch wenn der Finne in den Rennen davor gut unterwegs war, spätestens in Hockenheim oder am Nürburgring ging etwas daneben. Einmal stand er in all den Jahren auf dem Siegerpodest.

"Ich weiß nicht, was das mit Deutschland soll", erklärte er. "Ich hatte hier in meiner ganzen Formel-1-Karriere nie Glück. Am Nürburgring und in Hockenheim war ich immer stark unterwegs, aber irgendetwas passierte immer, damit ich nicht gewann. Hoffentlich kann ich den Bann brechen, wenn ich zum ersten Mal mit Ferrari dort sein werde."

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"Für mein altes Team fuhr ich am Nürburgring einen Podestplatz ein, aber einige Male fiel ich auch in Führung liegend aus - daran erinnert man sich nicht gern", fuhr er fort. "Aber ich muss sagen, dass ich den Ort mag. Bis zum Vorjahr war es ein Heimrennen meines Teams, nun ist es ein Rennen wie jedes andere auch. Somit kann ich etwas mehr entspannen, denn ich muss nicht so viel Promotionsarbeit verrichten."

Für rosige Aussichten sorgten zuletzt auch die Testfahrten in Spa-Francorchamps. "Das Auto fühlte sich fast noch besser an als in Silverstone - Rennen für Rennen machen wir weitere Fortschritte", erklärte er. "Wir haben unser Programm fast abgespult, aber in Spa muss man das Wetter immer mit im Auge haben. Der Nürburgring ist eine völlig andere Strecke, aber auch hier erwarte ich uns sehr konkurrenzfähig."

"Es war schön, dass nach zwei aufeinanderfolgenden Rennen nun eine Pause war - auch wenn ich diese beiden Rennen gewonnen habe", so Räikkönen weiter. "So konnte ich die beiden Siege auch genießen. In der Pause war ich einige Tage in Finnland bei Freunden und Familie. Ich habe nichts Spezielles gemacht, einfach nur entspannt und etwas trainiert. Der finnische Sommer ist für mich etwas Besonderes."

Der Druck auf ihn aber wächst, nach zwei Siegen in Folge könnte nun auch der Hattrick gelingen. "Ich weiß, aber ich möchte da nichts vorhersagen", erklärte er. "Wir müssen einfach unser Bestes geben, dann werden wir sehen, ob das zum Siegen reicht. Bisher haben nur zwei Teams Rennen gewonnen und ich glaube, das wird die Saison über so bleiben."

"Es ist schön, mit Ferrari in Deutschland zu sein", fuhr er fort. "Ich der Vergangenheit hatte ich das Gefühl, dass Michael (Schumacher) hier einfach unschlagbar war. Egal, was passierte, das rote Auto musste einfach als erstes über die Linie. Nun bin ich an der Reihe, es auch so zu machen. Die zweite Saisonhälfte beginnt und der Druck steigt natürlich. Wir müssen den Rückstand aufholen, aber dafür ist auch noch viel Zeit. Rennen für Rennen müssen wir uns ranpirschen, am Sonntag werden wir damit beginnen."