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Räikkönen hat nie an sich gezweifelt

03. Juli 2007 - 18:55 Uhr

Obwohl er lange auf seinen zweiten Ferrari-Sieg warten musste, hatte Kimi Räikkönen keinerlei Zweifel an seinen fahrerischen Qualitäten

Kimi Räikkönen
Diesen Schluck Champagner hast du dir redlich verdient, Kimi!
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - 105 lange Tage musste Kimi Räikkönen nach seinem Auftaktsieg in Australien warten, ehe er am vergangenen Wochenende in Magny-Cours seinen zweiten Grand Prix für Ferrari gewann. Dazwischen musste er einige Rückschläge hinnehmen, verlor er in der Weltmeisterschaft 26 Punkte im Vergleich zum aktuellen Spitzenreiter Lewis Hamilton.

"Es ist nie zu früh oder zu spät, um zu gewinnen", erklärte er nun - mit einem untypischen Lächeln im Gesicht. "In Magny-Cours passte endlich alles zusammen, sofort kam auch das Resultat. Das war eine Erleichterung. Die Situation in der Weltmeisterschaft bleibt schwierig, aber das war ein großartiges Resultat für das gesamte Team. All die harte Arbeit hat sich gelohnt. Das ist eine tolle Belohnung, das macht uns das Leben leichter, weil wir wissen, dass wir uns in die richtige Richtung bewegen."

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"Iceman" wird seinem Ruf gerecht

Nach außen hin hatte man in den vergangenen Wochen den Eindruck, Räikkönen sei bei Ferrari gegenüber Felipe Massa ins Hintertreffen geraten, speziell durch den Ausfall in Barcelona und den Fahrfehler im Qualifying von Monte Carlo zwei Wochen später, der den enttäuschenden achten Platz im Rennen vordefinierte. Doch am "Iceman" ist all das abgeprallt: "Ich habe nicht besonders gelitten", stellte er klar.

"Ich hatte nie den geringsten Zweifel an meinen Fähigkeiten als Fahrer."
Kimi Räikkönen

"Wir kannten unsere Probleme, durch die wir nicht das machen konnten, was wir wollten. Wir konnten die Situation aber Schritt für Schritt verbessern und verloren nie den Glauben daran, dass die Resultate früher oder später zurückkommen würden. Ich hatte nie den geringsten Zweifel an meinen Fähigkeiten als Fahrer, auch nicht an meiner Motivation. Ich wusste, dass wir nur alle Puzzleteile richtig zusammenfügen müssen", erklärte der Magny-Cours-Sieger.

"Schon in Indianapolis", so Räikkönen, "konnte man sehen, dass unser Auto im Rennen gut lief - ein Eindruck, der in Magny-Cours bestätigt wurde. Wir haben wieder ein Siegerauto. Vom Sieg in Melbourne haben wir uns nicht in die Irre führen lassen: Wir wussten, dass wir noch Probleme hatten, auch wenn der F2007 dort wirklich stark war. Und wenn man mich jetzt fragt, ob wir im Vorteil sind, dann kann ich nur antworten: Ich weiß es nicht. Da müssen wir Silverstone abwarten."

Hervorragende Bilanz in Silverstone

Die traditionsreiche Strecke liegt dem Finnen: Gewonnen hat er den britischen Grand Prix zwar noch nie, doch in seinem Premierenjahr auf Sauber holte er dort als Fünfter WM-Punkte - und seit 2003 stand er immer auf dem Podium! Außerdem stimmt ihn der Test vor Magny-Cours zuversichtlich: "Der war sehr gut. Wenn wir alle neuesten Entwicklungen an die Strecke bringen, dann müsste Ferrari noch konkurrenzfähiger sein als in Magny-Cours", kündigte der 27-Jährige an.

"Es wäre reine Zeitverschwendung, darüber nachzudenken, wer Favorit für Silverstone ist."
Kimi Räikkönen

Aber: "Der Abstand zu unseren Konkurrenten in Frankreich war nicht repräsentativ", gab er relativierend zu Protokoll. "Das Kräfteverhältnis variiert von Strecke zu Strecke, denn in Indy waren wir noch hinten, in Magny-Cours aber vorne. Es wäre reine Zeitverschwendung, darüber nachzudenken, wer Favorit für Silverstone ist. Wir müssen einfach das Training am Freitag abwarten, dann wissen wir mehr."

Übrigens wird Räikkönen vor seiner Abreise nach Silverstone noch einen Zwischenstopp in Turin einlegen, wo morgen der neue Fiat 500 präsentiert wird. Ein gutes Omen? Vor seinem Sieg am vergangenen Wochenende war er nämlich ebenfalls bei einem PR-Termin in Italien, um das 60-jährige Firmenjubiläum zu feiern. Was schließen wir daraus? "Hoffentlich können wir die ganze Sache wiederholen", grinste der Finne.