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Nürburgring erwartet mehr Zuschauer als 2006

03. Juli 2007 - 22:47 Uhr

Dass es auch ohne Michael Schumacher geht, beweist der Nürburgring: Walter Kafitz erwartet am Formel-1-Wochenende mehr als 300.000 Zuschauer

Walter Kafitz und Michael Schumacher
Nürburgring-Geschäftsführer Walter Kafitz (links) mit Michael Schumacher
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Alle hatten befürchtet, dass das Interesse an der Formel 1 im Jahr eins nach Michael Schumacher zusammenbrechen könnte, doch das ist nicht der Fall: Die Fachmedien erfreuen sich aufgrund der gestiegenen Spannung fast noch größerer Beliebtheit als zuvor, die TV-Sender hat es weniger schlimm getroffen als erwartet - und der Nürburgring vermeldet sogar einen verbesserten Kartenvorverkauf!

Von 20. bis 22. Juli wird der schnellste PS-Zirkus der Welt in der Eifel Station machen, und von rückläufigem Interesse kann keine Rede sein - im Gegenteil: Voraussichtlich werden sogar mehr Zuschauer in die Eifel kommen als im Vorjahr, als - den 25.000 Mann starken Pitwalk am Donnerstag eingerechnet - 301.000 Motorsportfans an den Nürburgring geströmt waren. Geschäftsführer Walter Kafitz rechnet gegenüber 2006 mit einem Zuwachs von "zehn bis 15" Prozent.

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Weniger Ferrari-Fans, aber mehr Zuschauer insgesamt

"Es werden diesmal sicherlich weit weniger Zuschauer in Ferrari-Rot kommen."
Walter Kafitz

"Es werden diesmal sicherlich weit weniger Zuschauer in Ferrari-Rot kommen. Vor allem diejenigen, die nur aus gesellschaftlichen Gründen dabei waren, werden diesmal fehlen", erklärte er der 'Kölnischen Rundschau'. "Aber es gibt auch eine gegenläufige Bewegung: Viele, die sonst nur zum Rennen nach Hockenheim gefahren sind, haben jetzt hier Karten geordert, weil der Große Preis von Deutschland in diesem Jahr ausfällt. Aufgrund dessen haben wir per saldo sogar einen Zuwachs."

Zur Erklärung: Weil Bernie Ecclestone der Meinung ist, dass zwei Deutschland-Rennen pro Jahr mehr sind, als die Formel 1 ohne "Schumi" als Zugpferd verkraften kann, wird ab 2007 alternierend am Nürburgring und in Hockenheim gefahren; der Nürburgring macht in dieser Saison den Anfang. Allerdings findet das Rennen am 22. Juli offiziell nicht als Grand Prix von Deutschland statt, sondern als Grand Prix von Europa.

Übrigens: Ganz verzichten müssen die "Rotkäppchen" auf ihren "Schumi" nicht, denn nach dem siebenfachen Weltmeister wurde die schnelle Bergaufpassage zwischen Dunlop-Kehre und Kumho-Kurve benannt - nunmehr das Schumacher-S. Zur Einweihung lässt es sich der Wahlschweizer natürlich nicht nehmen, selbst an den Nürburgring zu kommen, was er sicher mit seiner Tätigkeit als Ferrari Berater verbinden wird.

Große Ehre für den siebenfachen Weltmeister

"Weil Michael Schumacher einer der größten Motorsportler weltweit ist."
Walter Kafitz

Ansonsten ist in der Eifel nur eine Kurve nach einem Rennfahrer benannt, nämlich das Caracciola-Karussell auf der alten Nordschleife, also warum diese Ehre für einen noch lebenden Ex-Grand-Prix-Piloten? "Weil Michael Schumacher einer der größten Motorsportler weltweit ist und weil er einmaliges geleistet hat, besonders auch hier am Nürburgring", begründete Kafitz. "Er war 1995 der erste Deutsche, der hier gewann. Und insgesamt stand er sechsmal ganz oben bei der Siegerehrung."

"Nun ist es so wie bei einem Jubilar, der älter wird: Wir haben ihn schon mit dem goldenen Nürburg-Ring und mit einem Ehrenbaum ausgezeichnet. Während andere verdienstvolle Personen das auch schon erhielten, wollten wir Michael Schumacher diese eine einmalige Ehrung zuteil werden lassen. Das wird dann am Rennsonntag der Fall sein", gab der Nürburgring-Geschäftsführer abschließend zu Protokoll.

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