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Nicht korrekt angezogene Radmutter verursachte Crash

21. Juli 2007 - 15:53 Uhr

Zum schweren Unfall von Lewis Hamilton im Qualifying kam es durch eine nicht richtig angezogene Radmutter - Kommentare von Dennis, Rosberg und Sutil

Lewis Hamilton
Lewis Hamilton gab auf der Trage Entwarnung an alle TV-Zuschauer
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Lewis Hamilton war im Top-10-Finale am Nürburgring nach bester Zwischenzeit in Sektor eins unterwegs, im 'Audi-S' - das am Sonntag auf den Namen Michael Schumacher getauft werden wird - schleifte der Reifen plötzlich an einem Karosserieteil, verlor dabei Luft, wodurch in der Folge auch die Felge beschädigt wurde.

Der Brite hatte keine Kontrolle mehr über seinen McLaren-Mercedes und schlug mit hoher Geschwindigkeit in die Reifenstapel ein. Der Brite blieb zunächst im Auto sitzen, schüttelte seine beiden Beine, versuchte anschließend aus dem Cockpit auszusteigen, verweilte zunächst einige Zeit auf dem Cockpitrand, bevor er sich neben dem Auto nicht auf den eigenen Beinen halten konnte und sich auf den Boden legte.

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Die Rennleitung unterbrach das Qualifying bis um 15:27 Uhr Ortszeit, um den WM-Führenden sicher aus dem Auto bergen zu können und die Reifenstapel zu reparieren. Der 22-Jährige wurde mit einem Krankenwagen von der Strecke ins Medical Centre gebracht. Hamilton grüßte kurz vor dem Verladen in den Krankenwagen das Publikum per Winken und zeigte einen empor gestreckten Daumen.

Klar ist, dass es kein Fahrfehler war: "Es gab einen Defekt rechts vorne, weil das Rad nicht richtig festgezogen war", bestätigte Teamchef Ron Dennis in einer ersten Stellungnahme vor versammelten Journalisten. "Das war kein mechanisches Problem, sondern wahrscheinlich eine Folge eines defekten Schlagschraubers. Wir hatten so etwas auch bei Fernando schon einmal. Mehr wissen wir im Moment nicht."

Dennis erklärte, es sei "nichts Schlimmes" passiert: "Lewis hat keine Knochenbrüche, Schmerzen natürlich schon. Es ist jetzt wirklich nur die Frage, dass man ihn noch etwas beobachtet und dann später die Entscheidung trifft, ob er morgen fährt oder nicht. Er ist nirgendwo stärker eingeschlagen, es ist also nichts Größeres", gab der Brite nach dem Besuch im Medical-Center Entwarnung. Hamilton wurde in ein Krankenhaus geflogen, wo er zur Sicherheit noch einmal genau durchgecheckt werden wird.

Auch Hamiltons Freund Adrian Sutil glaubt, dass dem Formel-1-Neuling nichts Schlimmes zugestoßen ist: "Man kann davon ausgehen, dass es nichts Großes ist, denn er hat gewunken", so der Deutsche. "Es war wohl ein Reifen- oder Felgenschaden. So etwas passiert immer in ganz schnellen Kurven, man hat dann so 250 km/h drauf. Eingeschlagen ist er mit 130 km/h, schätze ich. Das ist wirklich hart, aber das HANS-System hat gerade da geholfen."

Und Nico Rosberg - ebenfalls gut mit Hamilton befreundet - analysierte: "Es ging volles Rohr in die Wand rein, aber er scheint okay zu sein - ich glaube, das war eher der Schock, weshalb er sich hingelegt hat. Ich glaube, er ist halbwegs okay, ich kenne ihn ja recht gut." Aber warum hat er seine Beine nach dem Einschlag geschüttelt, Nico? "Das ist eine Reaktion vom Adrenalin-Schock direkt nach dem Unfall", gab der Williams-Pilot zu Protokoll.

Und weiter: "Das ist das Schlimmstmögliche, was passieren kann, dass das Auto in der Art und Weise kaputt geht, aber ich hoffe, dass er morgen an den Start gehen kann", thematisierte Rosberg gleich auch mögliche Auswirkungen auf die Weltmeisterschaft. Und auch an den Teamkollegen dachte er: "Schwierig ist es aber auch für Fernando Alonso, der muss dem Auto ja vertrauen können. Das ist sicher kein schönes Gefühl..."

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