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Mercedes sieht Ferrari-Einspruch gelassen entgegen

29. Juli 2007 - 13:09 Uhr

Ferrari erwägt einen Einspruch gegen die FIA-Entscheidung zur "Spionage-Affäre" - Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug bleibt gelassen

Norbert Haug (Mercedes-Motorsportchef)
Norbert Haug macht sich keine Sorgen bei einem Einspruch von Ferrari
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com/sid) - McLaren-Mercedes sieht einem möglichen Einspruch des Konkurrenten Ferrari gegen den Freispruch in der Spionage-Affäre gelassen entgegen. "Dieser Einspruch wird kein anderes Ergebnis bringen als die Anhörung auch, das steht für uns außer Frage", sagte Mercedes-Sportchef Norbert Haug am Rande des DTM-Rennens in Zandvoort dem sid.

Die Silberpfeile waren am Donnerstag in Paris vom World Motor Sport Council des Automobil-Weltverbandes FIA von dem Vorwurf freigesprochen worden, mit Hilfe vertraulicher Ferrari-Daten sich einen Vorteil in der aktuellen Formel-1-WM verschafft zu haben. Diese Daten waren dem früheren McLaren-Chefdesigner Mike Coughlan offenbar vom ehemaligen Ferrari-Chefmechaniker Nigel Stepney zugespielt worden.


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McLaren-Mercedes hatte der FIA in Paris dargelegt, dass diese Informationen aber vom Team nicht gesichtet oder ausgewertet worden seien. Haug bestätigte dem sid, dass lediglich zwei Teammitglieder außerhalb der McLaren-Fabrik kurz aus der Entfernung diese Daten gesehen und dies bei einer unabhängigen rechtlichen Vernehmung auch so ausgesagt hätten. Diese Mitarbeiter hätten Coughlan aufgefordert, die Daten sofort zu vernichten.

Ferrari-Generaldirektor Jean Todt, der selbst als World-Council-Mitglied bei der Anhörung in Paris dabei war, hatte sich danach bitter beklagt, dass die FIA McLaren-Mercedes nicht bestraft habe. Das nachträgliche Verbot eines offenbar nicht reglementsgerechten flexiblen Ferrari-Unterbodens nach dem ersten Rennen in Melbourne sei nur durch einen McLaren-Mercedes-Einspruch bei der FIA aufgrund dieser internen Informationen verhängt worden, führte Todt beispielsweise an. Am Freitag, einen Tag nach der FIA-Anhörung, hatte Todt angekündigt, dass Ferrari über einen Einspruch gegen die Entscheidung des Weltverbandes nachdenke.